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<title>Arisierung</title>
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<h1 id="firstHeading" class="firstHeading mw-first-heading"><span class="mw-page-title-main">Arisierung</span></h1>
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<p><b>Arisierung</b> (abgeleitet von „<a href="Arier" title="Arier">Arier</a>“) oder <b>Entjudung</b> nannten die <a href="Nationalsozialismus" title="Nationalsozialismus">Nationalsozialisten</a> die Verdrängung von <a href="Juden" title="Juden">Juden</a> und „<a href="J%C3%BCdischer_Mischling" title="Jüdischer Mischling">jüdischen Mischlingen</a>“ aus Handel, Gewerbe, Wohnungen, Häusern und Wissenschaft im Sinne der <a href="N%C3%BCrnberger_Gesetze" title="Nürnberger Gesetze">Nürnberger Gesetze</a>. Sie fand von <a href="1933" title="1933">1933</a> bis <a href="1945" title="1945">1945</a> im <a href="Deutsches_Reich_1933_bis_1945" class="mw-redirect" title="Deutsches Reich 1933 bis 1945">Deutschen Reich</a> sowie angeschlossenen und besetzten Ländern statt und wird heute in der Regel als „<a href="Raub" title="Raub">Raub</a>“ eingeordnet. Meist wurde sie zwar formell als ordnungsgemäßer „<a href="%C3%9Cbereignung" title="Übereignung">Verkauf</a>“ <a href="Inszenierung" title="Inszenierung">inszeniert</a>, dieser geschah jedoch unter erheblichen faktischen und/oder behördlichen Zwängen, sodass Verkäufer nur selten einen angemessenen Preis erzielen konnten. Dadurch erzielten einzelne Personen erhebliche Vermögenszuwächse; für die betroffenen Juden bedeutete es meist den Verlust großer Vermögensteile und ihrer beruflichen Existenz. Die Leiter der <i><a href="Reichsstelle_f%C3%BCr_Sippenforschung" title="Reichsstelle für Sippenforschung">Landessippenämter</a></i> sowie insbesondere protestantische Pastoren und die <a href="Evangelisch-lutherische_Kirche" class="mw-redirect" title="Evangelisch-lutherische Kirche">Evangelisch-lutherische Kirche</a> spielten bei der Vorbereitung eine wesentliche Rolle, denn sie waren u.&nbsp;a. verantwortlich für <a href="Ariernachweis" title="Ariernachweis">Ariernachweise</a>, Familien- und bäuerliche Höfe-Forschung, Wanderungsbewegungen sowie biographische und lokale Kulturforschung. In diesen Funktionen waren sie als <a href="Schreibtischt%C3%A4ter" title="Schreibtischtäter">Schreibtischtäter</a> wesentlich beteiligt und verantwortlich für die <a href="NS-Propaganda" class="mw-redirect" title="NS-Propaganda">NS-Propaganda</a> im Allgemeinen und die Durchsetzung der <a href="Rassenpolitisches_Amt_der_NSDAP" title="Rassenpolitisches Amt der NSDAP">NS-Rassenpolitik</a> im Besonderen.
</p><p>Von den oft unter Zwang erfolgten Verkäufen zu unterscheiden sind die <a href="Konfiszierung" class="mw-redirect" title="Konfiszierung">Konfiszierung</a> jüdischen Eigentums zugunsten des Staates, die teilweise parallel erfolgte, und die „freiwilligen“ <a href="Notverkauf#Wirtschaftliche_Aspekte" title="Notverkauf">Notverkäufe</a> der Betroffenen, um den Zwangsmaßnahmen zuvorzukommen, oft auch in Zusammenhang mit der Vorbereitung und Finanzierung einer <a href="Emigration" class="mw-redirect" title="Emigration">Emigration</a> (siehe auch <a href="Reichsfluchtsteuer" title="Reichsfluchtsteuer">Reichsfluchtsteuer</a>).
</p><p>Arisierung und Konfiszierung waren Teil der <a href="Holocaust#Judenverfolgung_im_Deutschen_Reich_1933–1939" title="Holocaust">Judenverfolgung im Deutschen Reich</a>. Ein Teil der im <a href="Deutsches_Reich_1933_bis_1945" class="mw-redirect" title="Deutsches Reich 1933 bis 1945">Deutschen Reich</a> als Juden Verfolgten emigrierte ins Ausland; bei einem anderen Teil misslang die <a href="Flucht" title="Flucht">Flucht</a> aufgrund <a href="B%C3%BCrokratismus" class="mw-redirect" title="Bürokratismus">bürokratischer Hürden</a> (z.&nbsp;B. steuerliche Unbedenklichkeitsbescheinigung) des NS-Regimes oder aufgrund von Problemen bei der Ausstellung von Einreise-<a href="Visum" title="Visum">Visa</a>.<sup id="cite_ref-1" class="reference"><a href="#cite_note-1"><span class="cite-bracket">[</span>1<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Andere entschieden sich gegen eine Flucht oder hatten nicht die finanziellen Mittel dazu. Die meisten Nicht-Emigrierten sowie jene, die im Zuge der Expansion des NS-Regimes wieder unter deutsche Herrschaft gekommen waren, wurden ab Oktober 1941 in <a href="Vernichtungslager" title="Vernichtungslager">Vernichtungslager</a> im Osten <a href="Deportation_von_Juden_aus_Deutschland" title="Deportation von Juden aus Deutschland">deportiert</a> und dort ermordet.
</p><p>Außerdem wurde und wird der Begriff verwendet, um die Vertreibung oder Vernichtung jüdischer <a href="Kulturschaffender" title="Kulturschaffender">Kulturschaffender</a> und Wissenschaftler zu benennen. Attraktive bzw. begehrte Positionen (z.&nbsp;B. Stellen als <a href="Professor" title="Professor">Professoren</a> an Universitäten oder <a href="Dirigent" title="Dirigent">Dirigenten</a>) wurden mit <i>Nichtjuden</i> besetzt, nachdem der vorherige jüdische Stelleninhaber die Position nicht mehr innehatte (Kündigung, vorzeitige Versetzung in den Ruhestand oder anderes). Die <i>Arisierung der Forschung</i> beinhaltete unter anderem die Enteignung bestehender <a href="Patent" title="Patent">Patente</a>. Die Autorenschaft jüdischer Autoren wurde auf <i><a href="Arisch" class="mw-redirect" title="Arisch">arische</a></i> Personen übertragen, oft auch im Zuge des Besitzwechsels an Buchverlagen.<sup id="cite_ref-2" class="reference"><a href="#cite_note-2"><span class="cite-bracket">[</span>2<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p><p>Ab 1933 wurden diskriminierende Gesetze und Verordnungen erlassen, um die „Entjudung“ des wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Lebens in Deutschland juristisch zu untermauern.
</p>

<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="Begriff">Begriff</h2></div>
<p>Der Begriff entstand im Umfeld des <a href="V%C3%B6lkische_Bewegung" title="Völkische Bewegung">völkischen</a> <a href="Antisemitismus" title="Antisemitismus">Antisemitismus</a> in den 1920er Jahren. Im Nationalsozialismus beschrieb er den Prozess der schrittweisen Verdrängung der Juden aus dem Wirtschaftsleben und den damit verbundenen <a href="Enteignung" title="Enteignung">Enteignungsprozessen</a> (<i>Entjudung</i>) und Aneignungsprozessen (<i>Arisierung</i>). Dabei umfasste der Prozess nicht nur die Übereignung eines Betriebes oder Geschäftes von einem jüdischen auf einen nichtjüdischen Eigentümer, sondern auch den Verlust des größten Teils des Privatvermögens, wie Bargeld, Wertpapiere, Schmuck, Hausrat, Möbel, Kunstwerke, Grundstücke und Wohnungen.<sup id="cite_ref-Kuller_München_3-0" class="reference"><a href="#cite_note-Kuller_München-3"><span class="cite-bracket">[</span>3<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p><p>In der historischen Forschung wird der Begriff teilweise ausgedehnt auf die materielle und soziale Enteignung der Juden in der Zeit des Nationalsozialismus bis hin zur <a href="NS-Zwangsarbeit" class="mw-redirect" title="NS-Zwangsarbeit">Zwangsarbeit</a> der Juden. Teilweise wird der Begriff vermieden und verhüllend ersetzt durch euphemistische Benennungen wie Vermögensentziehung, Verdrängung aus der Wirtschaft, <a href="Liquidation" title="Liquidation">Liquidation</a> und Geschäftsaufgabe jüdischer Betriebe.<sup id="cite_ref-Lillteicher_4-0" class="reference"><a href="#cite_note-Lillteicher-4"><span class="cite-bracket">[</span>4<span class="cite-bracket">]</span></a></sup><sup id="cite_ref-Laak_5-0" class="reference"><a href="#cite_note-Laak-5"><span class="cite-bracket">[</span>5<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p><p>Für die Zeit von 1933 bis 1938 spricht man von einer Phase der <i>freiwilligen Arisierung</i>. Die massiv zum Verkauf genötigten Personen konnten in den meisten Fällen noch entscheiden, mit welchen Personen bzw. Privatfirmen sie einen Kaufvertrag abschließen wollten, und auch die Konditionen des Verkaufs waren noch weitgehend ohne behördlichen Einfluss offiziell frei verhandelbar. Die Phase der sogenannten <i>wilden Arisierung</i> unter physischem Zwang begann 1938 in Österreich nach dem <a href="Anschluss_%C3%96sterreichs" title="Anschluss Österreichs">Anschluss Österreichs</a> und in Deutschland rund um die <a href="Novemberpogrome_1938" title="Novemberpogrome 1938">Novemberpogrome</a> und der anschließenden Verschleppung der <i><a href="Aktionsjuden" title="Aktionsjuden">Aktionsjuden</a></i> in die KZ. Ende 1938 wurde durch staatliche Verordnungen zur <i>staatlichen zwangsweisen Arisierung</i> übergegangen, da das Dritte Reich nach dem Abschluss des <a href="M%C3%BCnchner_Abkommen" title="Münchner Abkommen">Münchner Abkommens</a> seine außenpolitisch bedingte Zurückhaltung aufgab.<sup id="cite_ref-6" class="reference"><a href="#cite_note-6"><span class="cite-bracket">[</span>6<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p>
<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="Geschichte">Geschichte</h2></div>
<div class="mw-heading mw-heading3"><h3 id="Beginn_ab_1933">Beginn ab 1933</h3></div>

<p>Unmittelbar, nachdem sie <a href="Machtergreifung" title="Machtergreifung">an die Macht gekommen</a> waren, begannen die Nationalsozialisten, die jüdische Bevölkerung zu tyrannisieren, um sie zur Auswanderung zu bewegen. Eine besondere Rolle spielte dabei die Hetze der Zeitung <i><a href="Der_St%C3%BCrmer" title="Der Stürmer">Der Stürmer</a></i>, die in Auflagen von Hunderttausenden verkauft und in so genannten <i>Stürmerkästen</i> öffentlich ausgehängt wurde.<sup id="cite_ref-7" class="reference"><a href="#cite_note-7"><span class="cite-bracket">[</span>7<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Der <a href="Judenboykott" title="Judenboykott">Boykott jüdischer Geschäfte</a> wurde erstmals am 1. April 1933 deutschlandweit durchgeführt. Durch das <a href="Gesetz_zur_Wiederherstellung_des_Berufsbeamtentums" title="Gesetz zur Wiederherstellung des Berufsbeamtentums">Gesetz zur Wiederherstellung des Berufsbeamtentums</a> vom 7. April 1933 wurden jüdische Beamte entlassen.<sup id="cite_ref-8" class="reference"><a href="#cite_note-8"><span class="cite-bracket">[</span>8<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Das <a href="Gesetz_%C3%BCber_die_Zulassung_zur_Rechtsanwaltschaft" title="Gesetz über die Zulassung zur Rechtsanwaltschaft">Gesetz über die Zulassung zur Rechtsanwaltschaft</a> vom 7. April 1933 entzog jüdischen Rechtsanwälten die Zulassung. Gerade bei Juristen, ob sie nun Anwälte, Notare, Staatsanwälte oder Richter waren, führte die Entlassung beziehungsweise das Berufsverbot zum Verlust des Broterwerbs und der Karriere, denn auch im Exil hatten sie kaum eine Chance, in ihrem Beruf zu arbeiten.<sup id="cite_ref-9" class="reference"><a href="#cite_note-9"><span class="cite-bracket">[</span>9<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Mit der <a href="Verordnung_%C3%BCber_die_Zulassung_von_%C3%84rzten_zur_T%C3%A4tigkeit_bei_den_Krankenkassen" title="Verordnung über die Zulassung von Ärzten zur Tätigkeit bei den Krankenkassen">Verordnung über die Zulassung von Ärzten zur Tätigkeit bei den Krankenkassen</a> vom 22. April 1933 wurde <i>nicht arischen</i> Ärzten und solchen, die sich <i>im kommunistischen Sinne betätigt</i> hatten, die kassenärztliche Zulassung entzogen. Zur Mitgliedschaft in der <a href="Reichskulturkammer" title="Reichskulturkammer">Reichskulturkammer</a> wurde der <a href="Ariernachweis" title="Ariernachweis">Ariernachweis</a> gefordert und <a href="J%C3%BCdischer_Bolschewismus" title="Jüdischer Bolschewismus"><i>jüdische</i> und <i>bolschewistische</i></a> Künstler unterlagen somit einem faktischen Berufsverbot.
</p><p>Im Januar 1935 stellte das Oberlandesgericht München fest, dass Verlegern aus wirtschaftlichen Gründen nicht zugemutet werden könne, jüdische Urheber weiterhin zu verlegen. Daraufhin wurden die Autorennamen etablierter Fachliteratur ersetzt. <i>Knaurs Gesundheitslexikon</i> führte nicht mehr <a href="Josef_L%C3%B6bel" title="Josef Löbel">Josef Löbel</a> als Autoren, sondern einen <a href="Herbert_Volkmann_(Mediziner)" title="Herbert Volkmann (Mediziner)">Peter Hiron</a>, <a href="Erwin_Noack_(Jurist)" title="Erwin Noack (Jurist)">Erwin Noack</a> kaperte <a href="Max_Friedlaender_(Jurist%2C_1873)" title="Max Friedlaender (Jurist, 1873)">Max Friedlaenders</a> bekannten <i>Kommentar zur Rechtsanwaltsordnung</i> und verkündete, nachdem er Vizepräsident der <a href="Reichsrechtsanwaltskammer" class="mw-redirect" title="Reichsrechtsanwaltskammer">Reichsrechtsanwaltskammer</a> geworden war, die Entjudung der deutschen Anwaltschaft.<sup id="cite_ref-10" class="reference"><a href="#cite_note-10"><span class="cite-bracket">[</span>10<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p><p>1935 wurde beschlossen, keine öffentlichen Aufträge mehr an jüdische Firmen zu vergeben, und den öffentlich Bediensteten und Parteigenossen wurde verboten, bei Juden einzukaufen. Die jüdischen Betriebe wurden auch von ihren Zulieferern isoliert, indem sich arische Lieferanten freiwillig weigerten zu liefern, durch reduzierte Rohstoffquoten der Kartelle und auch durch die Reduzierung der staatlichen Devisenzuteilung.<sup id="cite_ref-Hilberg_11-0" class="reference"><a href="#cite_note-Hilberg-11"><span class="cite-bracket">[</span>11<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Die <a href="Gauwirtschaftsberater" title="Gauwirtschaftsberater">Gauwirtschaftsberater</a> der NSDAP begannen den Arisierungsprozess von Betrieben auf lokaler Ebene über die Handelskammern zu steuern. Vertragsfreiheit und halbwegs faire Preise bei Unternehmensverkäufen waren nicht mehr möglich.<sup id="cite_ref-Lillteicher_4-1" class="reference"><a href="#cite_note-Lillteicher-4"><span class="cite-bracket">[</span>4<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p><p>Mit dem <i>Gesetz zur Änderung des Gesetzes über die Devisenbewirtschaftung</i> vom 1. Dezember 1936 wurden die <a href="Devisenstelle" title="Devisenstelle">Devisenstellen</a> ermächtigt, sogenannte Sicherungsanordnungen unabhängig von Auswanderungsabsichten der Betroffenen auszusprechen. Damit erhielten die Devisenstellen potentiellen Zugriff auf das gesamte jüdische Vermögen.<sup id="cite_ref-Kuller_12-0" class="reference"><a href="#cite_note-Kuller-12"><span class="cite-bracket">[</span>12<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p><p>Unter diesem Druck von <a href="Judenboykott" title="Judenboykott">Judenboykott</a>, <a href="Berufsverbot" class="mw-redirect" title="Berufsverbot">Berufsverboten</a>, bürokratischen Schikanen, zahlreichen diskriminierenden Gesetzen und Verordnungen und gewalttätiger Übergriffe sahen sich immer mehr Juden gezwungen, ihren Betrieb, ihr Geschäft oder persönliches Vermögen weit unter Wert zu verkaufen, um von dem Erlös zu leben oder aber auswandern zu können, wobei die Verkaufserlöse bei Auswanderung durch die <a href="Reichsfluchtsteuer" title="Reichsfluchtsteuer">Reichsfluchtsteuer</a> und <a href="Devisenstelle" title="Devisenstelle">Stellen für Devisenbewirtschaftung</a> abgeschöpft wurden. Bis 1938 waren 40&nbsp;% der ehemaligen jüdischen Reichsbevölkerung vertrieben oder <a href="Emigration" class="mw-redirect" title="Emigration">emigriert</a>. Ihr Vermögen hatten sie größtenteils verloren oder zurücklassen müssen. Die zurückbleibende jüdische Bevölkerung verarmte zusehends.<sup id="cite_ref-13" class="reference"><a href="#cite_note-13"><span class="cite-bracket">[</span>13<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Im Herbst 1938 befanden sich von ehemals 100.000 Betrieben jüdischer Inhaber nur noch 40.000 in den Händen ihrer rechtmäßigen Eigentümer.<sup id="cite_ref-Kwiet_14-0" class="reference"><a href="#cite_note-Kwiet-14"><span class="cite-bracket">[</span>14<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Das jüdische Vermögen war von 12 Mrd. Reichsmark 1933 zusammengeschrumpft auf die Hälfte im Jahre 1938.<sup id="cite_ref-Schneider_15-0" class="reference"><a href="#cite_note-Schneider-15"><span class="cite-bracket">[</span>15<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p>
<div class="mw-heading mw-heading3"><h3 id="1938">1938</h3></div>
<div class="mw-heading mw-heading4"><h4 id="Ausschreitungen_in_Österreich"><span id="Ausschreitungen_in_.C3.96sterreich"></span>Ausschreitungen in Österreich</h4></div>

<p>Die Wochen unmittelbar nach dem <a href="Anschluss_%C3%96sterreichs" title="Anschluss Österreichs">Anschluss Österreichs</a> am 12. März 1938 waren von <a href="Pogrom" title="Pogrom">pogromartigen</a> Ausschreitungen gegen Juden und deren Eigentum geprägt. <a href="Schutzstaffel" title="Schutzstaffel">SS-</a>, <a href="Sturmabteilung" title="Sturmabteilung">SA-Angehörige</a>, <a href="Gestapo" class="mw-redirect" title="Gestapo">Gestapo</a>- und Polizeibeamte drangen in Wohnungen und Geschäfte ein und beschlagnahmten Vermögensgegenstände. Beutegierige österreichische Partei- und Volksgenossen schlossen sich an. Mit Unterstützung der <a href="NSBO" class="mw-redirect" title="NSBO">NSBO</a> und nationalsozialistischer Mittelstandsorganisationen setzte ein regelrechter Arisierungswettlauf ein. Tausende von österreichischen Nationalsozialisten und deren Mitläufer nisteten sich im rechtsfreien Raum als kommissarische Verwalter in jüdischen Geschäften, Betrieben und Wohnungen ein und konfiszierten gegen unleserliche Quittungen eigenmächtig Vermögen jüdischer Bürger. Durch <a href="Zwangsr%C3%A4umung" title="Zwangsräumung">Zwangsräumungen</a> von Häusern und Wohnungen sowie erste <a href="Vertreibung" title="Vertreibung">Vertreibungen</a> wurden zahlreiche Immobilien für Arier verfügbar gemacht.<sup id="cite_ref-16" class="reference"><a href="#cite_note-16"><span class="cite-bracket">[</span>16<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p>
<div class="mw-heading mw-heading4"><h4 id="Juristische_Grundlagenarbeit">Juristische Grundlagenarbeit</h4></div>
<p>Bis 1938 gab es in Deutschland kein Gesetz, das die Enteignung jüdischen Eigentums auf rechtlichem Wege möglich machte. <a href="Friedrich_Flick" title="Friedrich Flick">Friedrich Flick</a> hatte im Zuge der Verhandlungen mit der <a href="Petschek_(Familie)" title="Petschek (Familie)">Familie Petschek</a> mehrfach darum gebeten, ein solches Gesetz zu entwerfen, um es zumindest als Druckmittel einsetzen zu können. Da die Juristen des <a href="Reichswirtschaftsministerium" title="Reichswirtschaftsministerium">Reichswirtschaftsministeriums</a> und des Amtes für den <a href="Vierjahresplan" title="Vierjahresplan">Vierjahresplan</a> keine befriedigenden Ergebnisse lieferten, wurde <a href="Hugo_Dietrich" title="Hugo Dietrich">Hugo Dietrich</a>, Hausjurist im <a href="Flick-Konzern" class="mw-redirect" title="Flick-Konzern">Flick-Konzern</a>, im Juni 1938 beauftragt, ein Gutachten zur Prüfung der juristischen Möglichkeiten einer Arisierung des Besitzes der <a href="Ignaz_Petschek#Enteignung" title="Ignaz Petschek">Aussiger Petscheks</a> zu erstellen. Das <a href="Expos%C3%A9_(Wissenschaft)" title="Exposé (Wissenschaft)">Exposé</a>, von dem je eine Kopie an das Reichswirtschaftsministerium und das Amt für den Vierjahresplan unter Leitung von <a href="Hermann_G%C3%B6ring" title="Hermann Göring">Hermann Göring</a> verschickt wurde, trug den Titel „Zum Problem <a href="Ignaz_Petschek" title="Ignaz Petschek">Ignaz Petschek</a>“. Der erste Paragraph lautete:
</p>
<div class="Vorlage_Zitat" style="margin:1em 40px;">
<div style="margin:1em 0;"><blockquote style="margin:0;">
<p>„Parag. 1. Der <a href="Hermann_G%C3%B6ring" title="Hermann Göring">Beauftragte für den Vierjahresplan</a> kann für jedes Vermögen, das nach der <a href="Verordnung_%C3%BCber_die_Anmeldung_des_Verm%C3%B6gens_von_Juden" title="Verordnung über die Anmeldung des Vermögens von Juden">Verordnung über die Anmeldung des Vermögens von Juden</a> vom 26. April 1938 anmeldepflichtig ist, einen Treuhänder bestellen, dessen Befugnisse der Beauftragte für den Vierjahresplan in der Bestellungsurkunde festsetzt. Insbesondere kann der Treuhänder ermächtigt werden, über das Vermögen mit Wirkung für oder gegen den Vermögensinhaber gegen angemessenen Gegenwert zu verfügen.“
</p>
</blockquote>
</div><div class="cite" style="margin:-1em 0 1em 1em;">– <style data-mw-deduplicate="TemplateStyles:r261921330">
/* start https://de.wikipedia.org/ */


.mw-parser-output .Person{font-variant:small-caps}


/* end https://de.wikipedia.org/ */
</style><span class="Person h-card">Hugo Dietrich</span><sup id="cite_ref-17" class="reference"><a href="#cite_note-17"><span class="cite-bracket">[</span>17<span class="cite-bracket">]</span></a></sup></div></div>
<div class="mw-heading mw-heading4"><h4 id="Novemberpogrome">Novemberpogrome</h4></div>

<p>Im Rahmen der <a href="Novemberpogrome_1938" title="Novemberpogrome 1938">Novemberpogrome 1938</a> (auch <i>Reichskristallnacht</i> genannt) wurden die Synagogen in Deutschland und Österreich zerstört, jüdische Geschäfte und Häuser angegriffen. Bei den hauptsächlich von Mitgliedern der <a href="Schutzstaffel" title="Schutzstaffel">SS</a> und <a href="Sturmabteilung" title="Sturmabteilung">SA</a> in Räuberzivil reichsweit begangenen Ausschreitungen fanden Plünderungen statt. Geld und Schmuck wurde gestohlen, Möbeleinrichtungen mit Umzugswagen abtransportiert, Autos und Motorräder „sichergestellt“. Die Juden wurden in <a href="Sicherungshaft" class="mw-redirect" title="Sicherungshaft">Sicherungshaft</a> genommen und auf dem Weg in die <a href="Konzentrationslager" title="Konzentrationslager">Konzentrationslager</a> oder dort ausgeplündert und zur Überschreibung von Vermögenswerten genötigt.<sup id="cite_ref-18" class="reference"><a href="#cite_note-18"><span class="cite-bracket">[</span>18<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p><p>Die <a href="Verordnung_zur_Ausschaltung_der_Juden_aus_dem_deutschen_Wirtschaftsleben" title="Verordnung zur Ausschaltung der Juden aus dem deutschen Wirtschaftsleben">Verordnung zur Ausschaltung der Juden aus dem deutschen Wirtschaftsleben</a> vom 12. November 1938 schloss sich an die Reichspogromnacht an. Am 3. Dezember 1938 folgte die <a href="Verordnung_%C3%BCber_den_Einsatz_des_j%C3%BCdischen_Verm%C3%B6gens" title="Verordnung über den Einsatz des jüdischen Vermögens">Verordnung über den Einsatz des jüdischen Vermögens</a>. Die verbliebenen Betriebe jüdischer Inhaber wurden damit zwangsweise <i>arischen</i> Eigentümern übereignet, oder sie wurden aufgelöst. Die Erlöse wurden dabei zugunsten des Staates konfisziert. Schmuck, Juwelen, Antiquitäten und <a href="Immobilie" title="Immobilie">Immobilien</a> mussten zu Preisen weit unter dem Marktwert verkauft werden. Jüdischen Arbeitnehmern wurde gekündigt, die Selbstständigen unterlagen weitgehend einem <a href="Berufsverbot" class="mw-redirect" title="Berufsverbot">Berufsverbot</a>.
</p><p>Beim <a href="Flick-Prozess" title="Flick-Prozess">Flick-Prozess</a> im Jahre 1947 brachte die Anklage die Ähnlichkeit von H. Dietrichs Gutachten vom Juni 1938 mit der Verordnung über den Einsatz des jüdischen Vermögens vom 3. Dezember 1938 zur Sprache und stellte fest:
</p>
<div class="Vorlage_Zitat" style="margin:1em 40px;">
<div style="margin:1em 0;"><blockquote style="margin:0;">
<p>„Die Beteiligung <a href="Friedrich_Flick" title="Friedrich Flick">Flicks</a>, <a href="Otto_Steinbrinck" title="Otto Steinbrinck">Steinbrincks</a> und <a href="Konrad_Kaletsch" title="Konrad Kaletsch">Kaletschs</a> an dem Entwurf eines allgemeinen Arisierungsgesetzes beweist mit aller wünschenswerten Klarheit ihre Teilnahme an dem allgemeinen Vorgang, den Juden das Leben in Deutschland unmöglich zu machen.“
</p>
</blockquote>
</div><div class="cite" style="margin:-1em 0 1em 1em;">– <span class="Person h-card">Aus der Anklageschrift des Flick-Prozesses</span><sup id="cite_ref-19" class="reference"><a href="#cite_note-19"><span class="cite-bracket">[</span>19<span class="cite-bracket">]</span></a></sup></div></div>
<div class="mw-heading mw-heading3"><h3 id="Staatliche_Zwangsarisierung_ab_Ende_1938">Staatliche Zwangsarisierung ab Ende 1938</h3></div>

<p>Mit der „<a href="Verordnung_zur_Ausschaltung_der_Juden_aus_dem_deutschen_Wirtschaftsleben" title="Verordnung zur Ausschaltung der Juden aus dem deutschen Wirtschaftsleben">Verordnung zur Ausschaltung der Juden aus dem deutschen Wirtschaftsleben</a>“ vom 12. November 1938 wurde <a href="Deutsche_Juden" class="mw-redirect" title="Deutsche Juden">deutschen Juden</a> das Betreiben von Einzelhandelsgeschäften und Handwerksbetrieben sowie das Anbieten von Waren und Dienstleistungen untersagt. Die „<a href="Verordnung_%C3%BCber_den_Einsatz_des_j%C3%BCdischen_Verm%C3%B6gens" title="Verordnung über den Einsatz des jüdischen Vermögens">Verordnung über den Einsatz des jüdischen Vermögens</a>“ vom 3. Dezember 1938 verpflichtete sie, ihre <a href="Gewerbe" title="Gewerbe">Gewerbebetriebe</a> zu verkaufen oder abzuwickeln, ihren <a href="Grundbesitz" class="mw-redirect" title="Grundbesitz">Grundbesitz</a> zu veräußern und ihre <a href="Wertpapier" title="Wertpapier">Wertpapiere</a> bei einer <a href="Devisen" title="Devisen">Devisenbank</a> zu hinterlegen. Schon in den Jahren zuvor waren jüdische Geschäftsinhaber oder Grundstücksbesitzer unter Druck gesetzt worden, das Geschäft deutlich unter aktuellem Wert zu verkaufen oder zu übertragen. Oft waren daran bisherige Mitinhaber oder Angestellte beteiligt oder dadurch begünstigt, die ihre Verbindungen zur <a href="Nationalsozialistische_Deutsche_Arbeiterpartei" title="Nationalsozialistische Deutsche Arbeiterpartei">NSDAP</a> oder ähnlichen NS-Organisationen zur privaten Bereicherung einsetzten.<sup id="cite_ref-Kwiet_14-1" class="reference"><a href="#cite_note-Kwiet-14"><span class="cite-bracket">[</span>14<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p><p>Den größten Anteil geraubten jüdischen Besitzes machten Immobilien als Wohn- und Geschäftshäuser aus. Ein Spekulationsgewinn, den der Käufer eines arisierten Grundstücks beim Wiederverkauf dadurch erzielen konnte, dass der jüdische Eigentümer seinerzeit nur einen Bruchteil des Verkehrswerts erhalten hatte, war nach Auffassung <a href="Fritz_Reinhardt_(Staatssekret%C3%A4r)" title="Fritz Reinhardt (Staatssekretär)">Fritz Reinhardts</a> als Arisierungsgewinn von der Einkommensteuer freizustellen. In Gestalt der sog. <a href="Entjudungsgewinnabgabe" title="Entjudungsgewinnabgabe">Entjudungsgewinnabgabe</a> wollte der Staat jedoch die Differenz zwischen Verkehrswert und Kaufpreis zumindest teilweise abschöpfen.<sup id="cite_ref-20" class="reference"><a href="#cite_note-20"><span class="cite-bracket">[</span>20<span class="cite-bracket">]</span></a></sup><sup id="cite_ref-21" class="reference"><a href="#cite_note-21"><span class="cite-bracket">[</span>21<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Die forcierte Arisierung des Hausbesitzes wurde zunächst hintangestellt. 1939 nahm der Druck auf den Verkauf jüdischen Grundbesitzes allerdings zu, gleichzeitig entzog das <a href="Gesetz_%C3%BCber_Mietverh%C3%A4ltnisse_mit_Juden" title="Gesetz über Mietverhältnisse mit Juden">Gesetz über Mietverhältnisse mit Juden</a> den noch in Deutschland lebenden Juden die Mietrechte, wobei sie nach und nach in sogenannte <a href="Judenhaus" title="Judenhaus">Judenhäuser</a> eingewiesen wurden. Nach den Deportationen wurde das noch verbleibende jüdische Hauseigentum <a href="Verstaatlichung" title="Verstaatlichung">verstaatlicht</a>.
</p><p>Am 22. August 1940 wurde die <a href="Vugesta" title="Vugesta">Vugesta</a> (auch <b>VUGESTAP</b> für „Verkauf jüdischen Umzugsgutes Gestapo“) gegründet,<sup id="cite_ref-22" class="reference"><a href="#cite_note-22"><span class="cite-bracket">[</span>22<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> die in den Jahren 1940 bis 1945 agierte und eine zentrale Rolle spielte für die Umverteilung geraubten Privateigentums <a href="Juden_in_%C3%96sterreich" class="mw-redirect" title="Juden in Österreich">jüdischer Österreicher</a>.
</p><p>Mit der <a href="11._Verordnung_zum_Reichsb%C3%BCrgergesetz" class="mw-redirect" title="11. Verordnung zum Reichsbürgergesetz">11. Verordnung zum Reichsbürgergesetz</a> vom 25. November 1941 verfiel das Vermögen von deportierten Juden zu Gunsten des Reiches. Mit der Dreizehnten Verordnung vom 1. Juli 1943 fiel auch das Vermögen verstorbener Juden dem Reich zu. Das <a href="Reichsfinanzministerium" title="Reichsfinanzministerium">Reichsfinanzministerium</a> gab unter der Tarnbezeichnung <a href="Aktion_3" title="Aktion 3">Aktion 3</a> ab Anfang November 1941 Anweisungen an seine untergeordneten Behörden heraus, wie bei der Einziehung dieses Vermögens zu verfahren sei. Damit war im Reichsgebiet nach Abschluss der Deportationen die Arisierung des jüdischen Vermögens formaljuristisch abgeschlossen.<sup id="cite_ref-23" class="reference"><a href="#cite_note-23"><span class="cite-bracket">[</span>23<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p>
<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="Die_Profiteure">Die Profiteure</h2></div>
<p>Unternehmen und Privatleute (<a href="Hermann_Abs" class="mw-redirect" title="Hermann Abs">Hermann Abs</a>, <a href="Josef_Neckermann" title="Josef Neckermann">Josef Neckermann</a>) konnten durch Arisierungen ihr Vermögen und ihre Profite steigern. Auch staatliche Institutionen wie Auktionshäuser und vor allem Museen konnten zu wertvollen Gegenständen kommen. Das Inventar von Häusern und Wohnungen wurde vor Ort für Tage zur Besichtigung und zum Kauf angeboten.<sup id="cite_ref-24" class="reference"><a href="#cite_note-24"><span class="cite-bracket">[</span>24<span class="cite-bracket">]</span></a></sup><sup id="cite_ref-25" class="reference"><a href="#cite_note-25"><span class="cite-bracket">[</span>25<span class="cite-bracket">]</span></a></sup><sup id="cite_ref-26" class="reference"><a href="#cite_note-26"><span class="cite-bracket">[</span>26<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
Das Ergebnis der Eigentumsübertragung von jüdischen Besitzern hing vom Charakter der Käufer ab. Es gab:<sup id="cite_ref-27" class="reference"><a href="#cite_note-27"><span class="cite-bracket">[</span>27<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p>
<ul><li>Aktive und skrupellose Profiteure, die den durch die Zwangssituation der Verkäufer schon niedrigen Kaufpreis durch Drohungen, Denunziationen und Zusammenarbeit mit Genehmigungsinstanzen rücksichtslos weiter drückten.</li>
<li><i>Stille Teilhaber</i>, die sich mit dem Arisierungsgewinn begnügten, der sich durch die Zwangssituation und bei Firmen durch die Minderbewertung von Inventar und Forderungen ergab.</li>
<li>Gutwillige und verständnisvolle Käufer, die angemessene Preise vereinbarten und manchmal sogar mehr zahlten, als im Vertrag ausgewiesen war, und damit den jüdischen Verkäufern ermöglichten, über einen Teil des Kaufpreises an den Kontrollen vorbei frei zu verfügen.</li></ul>
<p>Über die Arisierungen wurde umfassend geforscht.<sup id="cite_ref-28" class="reference"><a href="#cite_note-28"><span class="cite-bracket">[</span>28<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
Die Finanzamtsakten aus dieser Zeit sind für Forscher zugänglich und beantworten die Frage, in wie vielen Arisierungs-Fällen von den Käufern wesentlich zu geringe oder einigermaßen angemessenen Kaufpreise gezahlt wurden. Für ihr mit 21,5 Millionen Reichsmark stark unterbewertetes Firmenvermögen erhielt bspw. die Familie Tietz einen Betrag von nur 1,5 Millionen Reichsmark.<sup id="cite_ref-29" class="reference"><a href="#cite_note-29"><span class="cite-bracket">[</span>29<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
Die Dresdner Bank war in dieser Zeit ein Instrument der deutschen Wirtschaftsinteressen vor allem bei „Arisierungsvorgängen“ und bei der Förderung deutscher Industrieunternehmen.<sup id="cite_ref-30" class="reference"><a href="#cite_note-30"><span class="cite-bracket">[</span>30<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p>
<div class="mw-heading mw-heading3"><h3 id="Unternehmen">Unternehmen</h3></div>
<p>Viele Unternehmen und Unternehmensanteile wurden weit unter dem wirtschaftlichen Wert veräußert. Einige davon spielten nach der <a href="Befreiung_vom_Nationalsozialismus" title="Befreiung vom Nationalsozialismus">Befreiung vom Nationalsozialismus</a> eine wichtige Rolle in den späteren Aufbaujahren der Bundesrepublik Deutschland und sahen sich dem Vorwurf ausgesetzt, das „deutsche <a href="Wirtschaftswunder" title="Wirtschaftswunder">Wirtschaftswunder</a>“ beruhe zum Teil auf geraubten Werten.
</p>
<dl><dd><a href="Hertie_Waren-_und_Kaufhaus" title="Hertie Waren- und Kaufhaus">Kaufhaus Hertie</a>,&nbsp;vormals <a href="Hermann_Tietz_(Kaufmann)" title="Hermann Tietz (Kaufmann)">Hermann Tietz OHG</a>, mit dem <a href="KaDeWe" class="mw-redirect" title="KaDeWe">KaDeWe</a>, dem größten Kaufhaus Berlins</dd>
<dd>Die <i>Vereinigten Papierwerke AG</i> mit der deutschen Marke für Papiertaschentücher <a href="Tempo_(Marke)" title="Tempo (Marke)">Tempo</a> durch <a href="Gustav_Schickedanz" title="Gustav Schickedanz">Gustav Schickedanz</a>, Gründer des Versandhauses <a href="Quelle_GmbH" class="mw-redirect" title="Quelle GmbH">Quelle</a></dd>
<dd><a href="Salzgitter_AG" title="Salzgitter AG">Salzgitter AG</a> als Nachfolgerin des arisierenden Rüstungs- und Metallkonzerns <a href="Hermann-G%C3%B6ring-Werke" class="mw-redirect" title="Hermann-Göring-Werke">Hermann-Göring-Werke</a></dd>
<dd><a href="G%C3%BCnther_Quandt" title="Günther Quandt">Günther Quandt</a>, der für seinen Konzern zahlreiche jüdische Unternehmen erwarb<sup id="cite_ref-31" class="reference"><a href="#cite_note-31"><span class="cite-bracket">[</span>31<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>, sowie</dd>
<dd><a href="Friedrich_Flick" title="Friedrich Flick">Friedrich Flick</a>, in dessen Konzern <a href="Hugo_Dietrich" title="Hugo Dietrich">Hugo Dietrich</a> für die Nationalsozialisten die <a href="Verordnung_%C3%BCber_den_Einsatz_des_j%C3%BCdischen_Verm%C3%B6gens" title="Verordnung über den Einsatz des jüdischen Vermögens">Verordnung über den Einsatz des jüdischen Vermögens</a> vom 3. Dezember 1938<sup id="cite_ref-32" class="reference"><a href="#cite_note-32"><span class="cite-bracket">[</span>32<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> erarbeitete, mit deren Hilfe die Enteignung jüdischen Eigentums im großen Stil legalisiert wurde.</dd></dl>
<p>Maßgeblich an der Arisierung in Deutschland beteiligt waren unter anderem die Unternehmen <a href="Deutsche_Bank" title="Deutsche Bank">Deutsche Bank</a>, <a href="Dresdner_Bank" title="Dresdner Bank">Dresdner Bank</a>, <a href="Dorotheum" title="Dorotheum">Dorotheum</a>, <a href="Schenker_(Unternehmen)" class="mw-redirect" title="Schenker (Unternehmen)">Schenker</a>, sowie Personen bspw. <a href="Hermann_Josef_Abs" title="Hermann Josef Abs">Hermann Josef Abs</a>, <a href="Neckermann_(Versandhandel)" title="Neckermann (Versandhandel)">Josef Neckermann</a>, <a href="Peter_Suhrkamp" title="Peter Suhrkamp">Peter Suhrkamp</a> und <a href="Georg_Karg_(Unternehmer)" title="Georg Karg (Unternehmer)">Georg Karg</a>, Leiter des zentralen Textileinkaufs der Hermann Tietz OHG.
</p><p>Die <a href="I.G._Farben" title="I.G. Farben">I.G. Farben</a> expandierte stark durch „Arisierungen“, zum Beispiel des vormaligen Konkurrenten <a href="Aussiger_Verein" class="mw-redirect" title="Aussiger Verein">Aussiger Verein</a>. Ihr gehörten zu Spitzenzeiten in Deutschland 200 Werke sowie etwa 400 deutsche und 500 ausländische Unternehmensbeteiligungen. Aufgrund dieser Expansion wurde die I.G. Farben seinerzeit das größte Unternehmen Europas und das viertgrößte der Welt (nach <a href="General_Motors" title="General Motors">General Motors</a>, <a href="US_Steel" title="US Steel">US Steel</a> und <a href="Standard_Oil_Company" title="Standard Oil Company">Standard Oil</a>).
</p>
<div class="mw-heading mw-heading3"><h3 id="Museen_und_Kunstsammlungen">Museen und Kunstsammlungen</h3></div>

<div class="hauptartikel" role="navigation"><span class="hauptartikel-pfeil" title="siehe" aria-hidden="true" role="presentation">→&nbsp;</span><i><span class="hauptartikel-text">Hauptartikel</span>: <a href="Raubkunst" title="Raubkunst">Raubkunst</a></i></div>
<p>Von der Arisierung profitierten angesehene Museen wie das <a href="Kunsthistorisches_Museum_Wien" title="Kunsthistorisches Museum Wien">Kunsthistorische Museum Wien</a>, das <a href="Naturhistorisches_Museum_Wien" title="Naturhistorisches Museum Wien">Naturhistorische Museum Wien</a>, das <a href="Technisches_Museum_Wien" title="Technisches Museum Wien">Technische Museum Wien</a>, die <a href="Albertina_(Wien)" title="Albertina (Wien)">Albertina (Wien)</a>, die <a href="%C3%96sterreichische_Galerie_Belvedere" title="Österreichische Galerie Belvedere">Österreichische Galerie Belvedere</a> und das <a href="%C3%96sterreichisches_Museum_f%C3%BCr_Volkskunde" title="Österreichisches Museum für Volkskunde">Österreichische Museum für Volkskunde</a>. Die Frankfurter Museen stritten sich mit der Gestapo um Kunstgegenstände aus der Plünderung von jüdischen Institutionen und sandten Aufkäufer in die besetzten Länder, die Kunstgegenstände aus jüdischem Besitz erwarben, deren Handelswert in Deutschland das fünffache des Kaufpreises betrug.<sup id="cite_ref-33" class="reference"><a href="#cite_note-33"><span class="cite-bracket">[</span>33<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p><p>Adolf Hitler ließ für sein geplantes <a href="Sonderauftrag_Linz" title="Sonderauftrag Linz">Führermuseum Linz</a> <a href="Raubkunst" title="Raubkunst">Raubkunst</a> in ganz Europa beschaffen. <a href="Hermann_G%C3%B6ring" title="Hermann Göring">Hermann Göring</a> – als Beauftragter des <a href="Vierjahresplan" title="Vierjahresplan">Vierjahresplanes</a> maßgeblich für die staatliche Arisierung zuständig – baute eine große Kunstsammlung in <a href="Carinhall" title="Carinhall">Carinhall</a> auf.<sup id="cite_ref-34" class="reference"><a href="#cite_note-34"><span class="cite-bracket">[</span>34<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Ihnen eiferten weitere Nazis nach.<sup id="cite_ref-35" class="reference"><a href="#cite_note-35"><span class="cite-bracket">[</span>35<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Beschlagnahmte <a href="Judaica" title="Judaica">Judaica</a> und <a href="Hebraica" title="Hebraica">Hebraica</a> wurden zentral im <a href="Institut_zur_Erforschung_der_Judenfrage" title="Institut zur Erforschung der Judenfrage">Institut zur Erforschung der Judenfrage</a> Frankfurt zusammengeführt. Die <a href="Schutzstaffel" title="Schutzstaffel">SS</a> eröffnete das <a href="J%C3%BCdisches_Museum_in_Prag" title="Jüdisches Museum in Prag">Jüdische Museum in Prag</a> wieder und baute es zum Zentralmuseum zur Sammlung jüdischen sakralen Gerätes aus dem <a href="Protektorat_B%C3%B6hmen_und_M%C3%A4hren" title="Protektorat Böhmen und Mähren">Protektorat Böhmen und Mähren</a> aus. Die Kultusgemeinden sandten viele Ausstellungsstücke nach Prag, um sie vor Plünderung und Vandalismus zu bewahren.
</p>
<div class="mw-heading mw-heading3"><h3 id="Städte_und_Gemeinden"><span id="St.C3.A4dte_und_Gemeinden"></span>Städte und Gemeinden</h3></div>

<p>Die Städte und Gemeinden, unterstützt durch den 1933 gegründeten <a href="Deutscher_Gemeindetag" title="Deutscher Gemeindetag">Deutschen Gemeindetag</a>, sahen die Arisierung von jüdischem Vermögen als eine Kompensation für die Kosten der Wohlfahrtsleistungen an, die durch die verarmende jüdische Bevölkerung entstanden. Nach der Reichspogromnacht 1938 kauften sie beschädigte oder zerstörte Synagogen, jüdische Friedhöfe, Krankenhäuser und Altersheime zu Niedrigstpreisen an, da hohe Kosten für den Abriss anstanden. Zum Beispiel in <a href="Bad_Buchau" title="Bad Buchau">Bad Buchau</a> erwarb die Gemeinde das Synagogengrundstück so günstig, dass der Kaufvertrag vom Innenministerium als jüdische Schenkung gewertet und für nichtig erklärt wurde, da dies gegen rassische Grundsätze verstieß. Die jüdischen Stiftungen wurden unter arische Kontrolle gebracht, Satzungsänderungen durch Erlass des Reichsinnenministeriums vom 8. Mai 1938 erzwungen und in rassisch geeignetere Stiftungen eingebracht.<sup id="cite_ref-36" class="reference"><a href="#cite_note-36"><span class="cite-bracket">[</span>36<span class="cite-bracket">]</span></a></sup><sup id="cite_ref-37" class="reference"><a href="#cite_note-37"><span class="cite-bracket">[</span>37<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p>
<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="Steuern_und_Abgaben">Steuern und Abgaben</h2></div>
<p>Das Deutsche Reich und seine Finanzbehörden waren der größte Ariseur und profitierten durch verschiedene Abgaben und die Verwaltung und Verwertung konfiszierten Eigentums von jüdischen Emigranten und später von Deportierten.<sup id="cite_ref-Kuller_München_3-1" class="reference"><a href="#cite_note-Kuller_München-3"><span class="cite-bracket">[</span>3<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p>
<div class="mw-heading mw-heading3"><h3 id="Reichsfluchtsteuer">Reichsfluchtsteuer</h3></div>
<div class="hauptartikel" role="navigation"><span class="hauptartikel-pfeil" title="siehe" aria-hidden="true" role="presentation">→&nbsp;</span><i><span class="hauptartikel-text">Hauptartikel</span>: <a href="Reichsfluchtsteuer" title="Reichsfluchtsteuer">Reichsfluchtsteuer</a></i></div>
<p>Die Reichsfluchtsteuer wurde im Dezember 1931 eingeführt und sollte die Auswanderung aus Deutschland besteuern, um so der Kapitalabwanderung und Steuerflucht entgegenzuwirken. Als sich nach der Machtergreifung der Nationalsozialisten immer mehr Juden wegen ihrer Diskriminierung und Verfolgung in Deutschland zur damals noch staatlich gewollten Auswanderung entschieden, wurden 1934 die Freibeträge von 200.000 RM auf 50.000 RM für Vermögen und von 20.000 RM auf 10.000 RM Einkommen gesenkt. Die Reichsfluchtsteuer entwickelte sich zu einem Instrument, mit dem den ausreisenden Juden deren Gewinne nach der NS-Ideologie teilweise wieder entzogen wurde. Das Steueraufkommen stieg bis <a href="Zweiter_Weltkrieg" title="Zweiter Weltkrieg">Kriegsbeginn</a> deutlich.<sup id="cite_ref-Meinl_38-0" class="reference"><a href="#cite_note-Meinl-38"><span class="cite-bracket">[</span>38<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p>
<table class="wikitable" style="text-align:center">
<caption>Aufkommen Reichsfluchtsteuer
</caption>
<tbody><tr class="hintergrundfarbe5">
<td align="left"><b>Erhebungszeitraum</b>
</td>
<th>Reichsmark<sup id="cite_ref-39" class="reference"><a href="#cite_note-39"><span class="cite-bracket">[</span>39<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</th></tr>
<tr>
<td>1932/33</td>
<td align="right">1.000.000
</td></tr>
<tr>
<td>1935/36</td>
<td align="right">45.000.000
</td></tr>
<tr>
<td>1936/37</td>
<td align="right">70.000.000
</td></tr>
<tr>
<td>1937/38</td>
<td align="right">81.000.000
</td></tr>
<tr>
<td>1938/39</td>
<td align="right">342.000.000
</td></tr>
</tbody></table>
<div class="mw-heading mw-heading3"><h3 id="Dego-Abgabe">Dego-Abgabe</h3></div>
<div class="hauptartikel" role="navigation"><span class="hauptartikel-pfeil" title="siehe" aria-hidden="true" role="presentation">→&nbsp;</span><i><span class="hauptartikel-text">Hauptartikel</span>: <a href="Dego-Abgabe" title="Dego-Abgabe">Dego-Abgabe</a></i></div>
<p>In Deutschland bestand seit 1931 eine <a href="Devisenverkehrsbeschr%C3%A4nkung" title="Devisenverkehrsbeschränkung">Devisenverkehrsbeschränkung</a>, so dass die Ausfuhr von Reichsmark und der Erwerb von Devisen genehmigungspflichtig und nur über ein <a href="Sperrmark" title="Sperrmark">Sperrmark</a>-Konto bei der <a href="Golddiskontbank" title="Golddiskontbank">Deutschen Golddiskontbank</a> (kurz: <i>Dego</i>) erfolgte. Diese behielt im staatlichen Auftrag einen Prozentsatz des Transferbetrages, die sogenannte Dego-Abgabe, ein. Ab 1938 wurde diese Abgabe auf den Gegenwert des bei der Emigration mitgeführten Umzugsgutes ausgeweitet. Die Abgabe betrug 20&nbsp;% im Jahr 1934 und wurde schrittweise auf 96&nbsp;% im Jahr 1939 erhöht.<sup id="cite_ref-Meinl_38-1" class="reference"><a href="#cite_note-Meinl-38"><span class="cite-bracket">[</span>38<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p>
<div class="mw-heading mw-heading3"><h3 id="Judenvermögensabgabe"><span id="Judenverm.C3.B6gensabgabe"></span>Judenvermögensabgabe</h3></div>
<div class="hauptartikel" role="navigation"><span class="hauptartikel-pfeil" title="siehe" aria-hidden="true" role="presentation">→&nbsp;</span><i><span class="hauptartikel-text">Hauptartikel</span>: <a href="Judenverm%C3%B6gensabgabe" title="Judenvermögensabgabe">Judenvermögensabgabe</a></i></div>
<p>Mit der Judenvermögensabgabe vom 12. November 1938 wollte das Deutsche Reich einerseits seine durch die <a href="Aufr%C3%BCstung_der_Wehrmacht" title="Aufrüstung der Wehrmacht">Aufrüstung der Wehrmacht</a> angespannte Finanzsituation verbessern und zweitens eine <a href="NS-Propaganda" class="mw-redirect" title="NS-Propaganda">propagandistisch</a> behauptete feindliche Haltung des Judentums gegenüber dem deutschen Volk nach <a href="Herschel_Grynszpan" title="Herschel Grynszpan">Herschel Grynszpans</a> Attentat auf <a href="Ernst_Eduard_vom_Rath" title="Ernst Eduard vom Rath">Ernst Eduard vom Rath</a> sühnen.<sup id="cite_ref-40" class="reference"><a href="#cite_note-40"><span class="cite-bracket">[</span>40<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Eine Abgabegebühr von 20&nbsp;% für jüdisches Vermögen ab 5000 Reichsmark führte zu weiteren Verkäufen.
</p>
<table class="wikitable" style="text-align:center">
<caption>Judenvermögensabgabe
</caption>
<tbody><tr class="hintergrundfarbe5">
<td align="left"><b>Steuerjahr</b>
</td>
<th>Reichsmark<sup id="cite_ref-41" class="reference"><a href="#cite_note-41"><span class="cite-bracket">[</span>41<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</th></tr>
<tr>
<td>1938</td>
<td align="right">498.514.808
</td></tr>
<tr>
<td>1939</td>
<td align="right">533.126.504
</td></tr>
<tr>
<td>1940</td>
<td align="right">94.971.184
</td></tr>
<tr>
<td><b>Gesamt:</b></td>
<td align="right"><b>1.126.612.496</b>
</td></tr>
</tbody></table>
<div class="mw-heading mw-heading3"><h3 id="Entjudungsgewinnabgabe">Entjudungsgewinnabgabe</h3></div>
<div class="hauptartikel" role="navigation"><span class="hauptartikel-pfeil" title="siehe" aria-hidden="true" role="presentation">→&nbsp;</span><i><span class="hauptartikel-text">Hauptartikel</span>: <a href="Entjudungsgewinnabgabe" title="Entjudungsgewinnabgabe">Entjudungsgewinnabgabe</a></i></div>
<p>Die Selbstbereicherung und <a href="Korruption" title="Korruption">Korruption</a> unter den NSDAP-Mitgliedern bis hinauf zu den <a href="Gauleiter" class="mw-redirect" title="Gauleiter">Gauleitern</a> nahm bis 1938 ein Ausmaß an, dass eine Kommission diese ab 1939 untersuchte. Daraufhin wurde die <a href="Entjudungsgewinnabgabe" title="Entjudungsgewinnabgabe">Entjudungsgewinnabgabe</a> von 70&nbsp;% auf den Arisierungsgewinn – die Differenz zwischen Verkehrswert und Kaufpreis – eingeführt.<sup id="cite_ref-Kuller_12-1" class="reference"><a href="#cite_note-Kuller-12"><span class="cite-bracket">[</span>12<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p>
<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="Restitution_nach_dem_Zweiten_Weltkrieg">Restitution nach dem Zweiten Weltkrieg</h2></div>

<p>Über die Art und Weise der Rückgabe von Vermögensgegenständen, die den ehemaligen Eigentümern 1933–1945 entzogen wurden, konnten sich die vier Besatzungsmächte nicht einigen. Dies wurde deshalb unterschiedlich geregelt.
</p>

<p>In der <a href="Amerikanische_Besatzungszone" title="Amerikanische Besatzungszone">amerikanischen Besatzungszone</a> wurde hierzu am 10.&nbsp;November 1947 das <a href="Milit%C3%A4rregierungsgesetz_Nr._59" title="Militärregierungsgesetz Nr. 59">Militärregierungsgesetz Nr. 59</a> (Rückerstattungsgesetz) erlassen. Hiernach waren unter anderem alle Rechtsgeschäfte anfechtbar, bei denen eine Zwangslage nicht von vornherein auszuschließen war. Dies umfasste nicht nur Verkäufe, bei denen ein eindeutig zu niedriger Kaufpreis bezahlt wurde, sondern auch alle Verkäufe nach dem 15.&nbsp;September 1935 – dem Datum des Inkrafttretens der <a href="N%C3%BCrnberger_Gesetze" title="Nürnberger Gesetze">Nürnberger Gesetze</a> –, selbst wenn ein angemessener Kaufpreis bezahlt worden war. Rechte an herrenlosen Gegenständen (kein Eigentümer bzw. Erbe mehr vorhanden) wurden der jüdischen Organisation JRSO (<a href="Jewish_Restitution_Successor_Organization" title="Jewish Restitution Successor Organization">Jewish Restitution Successor Organization</a>) übertragen. Wollten die Rückerstattungspflichtigen Eigentümer bleiben, mussten sie den Betrieb, das Grundstück oder den Gegenstand erneut erwerben. Der früher bezahlte Kaufpreis wurde nur unvollständig angerechnet – gekürzt um Miet- oder Pachtansprüche und abgewertet im Verhältnis 1 zu 10 (Umrechnungskurs DM zur RM).
</p><p>Auch die enteigneten Synagogen, jüdischen Schulen und sonstigen Grundstücke, die kulturellen und sozialen Zwecken gedient hatten, sollten zurückgegeben werden. Die ehemaligen Eigentümer (jüdische Gemeinden, Gemeindeverbände und ähnliche Körperschaften) existierten aufgrund der erlittenen Verfolgungsmaßnahmen aber nicht mehr. Da es nur in wenigen Fällen möglich war, die nun herrenlosen Immobilien einer als Rechtsnachfolger anerkannten Vereinigung zur weiteren Nutzung zu übergeben, wurden auch sie der JRSO zur Verwaltung und ggfs. zur Verwertung überlassen.
</p><p>In der <a href="Britische_Besatzungszone" title="Britische Besatzungszone">Britischen</a> und der <a href="Franz%C3%B6sische_Besatzungszone" title="Französische Besatzungszone">Französischen Besatzungszone</a> traten später ähnliche Bestimmungen in Kraft.
</p><p>Gemäß Artikel&nbsp;2 Abs.&nbsp;1 des <a href="%C3%9Cberleitungsvertrag" title="Überleitungsvertrag">Überleitungsvertrages</a> vom 26. Mai 1952 gelten in der Bundesrepublik diese Gesetze und Verordnungen der <a href="Besatzungsmacht" title="Besatzungsmacht">Besatzungsmächte</a> unverändert weiter; durch das 1957 erlassene <a href="Bundesr%C3%BCckerstattungsgesetz" title="Bundesrückerstattungsgesetz">Bundesrückerstattungsgesetz</a> wurden sie erweitert und ergänzt (<a href="Deutsche_Wiedergutmachungspolitik" title="Deutsche Wiedergutmachungspolitik">Deutsche Wiedergutmachungspolitik</a>).
</p>

<p>In den drei westlichen Besatzungszonen einschl. West-Berlin wurden spezielle Wiedergutmachungsämter eingerichtet, die die Anträge der Rückerstattungsberechtigten (Alt-Eigentümer bzw. deren Erben oder jüdische Nachfolge-Organisationen) prüften, und ggfs. die Rückgabe des durch die Unterdrückungsmaßnahmen verlorenen Eigentums verfügten oder entsprechende Entschädigungszahlungen festsetzten. In vielen Fällen war das Amt auch bemüht, zwischen den Parteien eine gütliche Einigung herbeizuführen. Gelang dies nicht, konnte gegen die Entscheidung des Amtes Einspruch eingelegt werden, und es kam zur Verhandlung vor der Wiedergutmachungskammer des jeweils zuständigen deutschen Landgerichts und ggfs. vor dem Oberlandesgericht. Als oberste Instanz gab es in jeder der Besatzungszonen einen Obersten Gerichtshof (Court of Restitution), der nur mit Richtern besetzt war, die der jeweiligen Besatzungsmacht angehörten. Somit war die Kontrolle der Alliierten über die Durchführung des Restitutionsverfahrens gewährleistet.<sup id="cite_ref-43" class="reference"><a href="#cite_note-43"><span class="cite-bracket">[</span>43<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Im Jahr 1955 wurden diese Gerichtshöfe durch das internationale <a href="Oberstes_R%C3%BCckerstattungsgericht" title="Oberstes Rückerstattungsgericht">Oberste Rückerstattungsgericht</a> ersetzt; daneben existierte für Berlin (West) seit 1953 das <a href="Oberstes_R%C3%BCckerstattungsgericht_f%C3%BCr_Berlin" title="Oberstes Rückerstattungsgericht für Berlin">Oberste Rückerstattungsgericht für Berlin</a>. Die Restitution der Immobilien war im Jahr 1957 im Wesentlichen abgeschlossen.
</p><p>Die Wiedergutmachung für Vermögensschäden aufgrund nationalsozialistischer Verfolgungsmaßnahmen war in der <a href="Sowjetische_Besatzungszone" title="Sowjetische Besatzungszone">Sowjetischen Besatzungszone</a> (SBZ) und später in der <a href="Deutsche_Demokratische_Republik" title="Deutsche Demokratische Republik">DDR</a> unterblieben. Das <a href="Offene_Verm%C3%B6gensfragen#Regelungsinhalt_(Grundzüge)" title="Offene Vermögensfragen">Gesetz zur Regelung offener Vermögensfragen</a> (VermG) von 1990<sup id="cite_ref-44" class="reference"><a href="#cite_note-44"><span class="cite-bracket">[</span>44<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> ist deshalb in seinen vermögensrechtlichen Bestimmungen auf verfolgungsbedingte Vermögensverluste in der Zeit vom 30. Januar 1933 bis zum 8. Mai 1945 entsprechend anwendbar (<span class="-print"><a rel="nofollow" class="external text" href="https://www.gesetze-im-internet.de/vermg/__1.html">§&nbsp;1</a></span> Abs.&nbsp;6 VermG) und dokumentiert damit, „dass die sich durch die <a href="Deutsche_Wiedervereinigung" title="Deutsche Wiedervereinigung">Wiedervereinigung</a> bietende Gelegenheit zur abschließenden Generalbereinigung dieses Problems genutzt werden sollte“.<sup id="cite_ref-45" class="reference"><a href="#cite_note-45"><span class="cite-bracket">[</span>45<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p><p>In Österreich sind von 1946 bis 1998 acht <a href="Restitution_(%C3%96sterreich)" title="Restitution (Österreich)">Rückstellungsgesetze</a> erlassen worden.
</p>
<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="Ausland">Ausland</h2></div>
<div class="mw-heading mw-heading3"><h3 id="Dänemark"><span id="D.C3.A4nemark"></span>Dänemark</h3></div>
<div class="hauptartikel" role="navigation"><span class="hauptartikel-pfeil" title="siehe" aria-hidden="true" role="presentation">→&nbsp;</span><i><span class="hauptartikel-text">Hauptartikel</span>: <a href="Arisierung_in_D%C3%A4nemark" title="Arisierung in Dänemark">Arisierung in Dänemark</a></i></div>
<p>Deutsche Unternehmensteile in Dänemark und dänische Lieferanten nach Deutschland arisierten unter wirtschaftlichem Druck ihre Geschäftsleitungen und Firmenvertreter.<sup id="cite_ref-46" class="reference"><a href="#cite_note-46"><span class="cite-bracket">[</span>46<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Den dänischen Behörden gelang es nach der Deportation bzw. <a href="Rettung_der_d%C3%A4nischen_Juden" title="Rettung der dänischen Juden">Rettung der dänischen Juden</a>, deren zurückgelassenes Vermögen zu schützen.<sup id="cite_ref-47" class="reference"><a href="#cite_note-47"><span class="cite-bracket">[</span>47<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p>
<div class="mw-heading mw-heading3"><h3 id="Frankreich">Frankreich</h3></div>

<p>Am 27.&nbsp;September 1940 verfügte der <a href="Milit%C3%A4rbefehlshaber" title="Militärbefehlshaber">Militärbefehlshaber</a> von Paris <a href="Otto_von_St%C3%BClpnagel" title="Otto von Stülpnagel">Otto von Stülpnagel</a> die Meldepflicht für Juden und am 18. Oktober 1940 für jüdische Betriebe im <a href="Deutsche_Besetzung_Frankreichs_im_Zweiten_Weltkrieg" title="Deutsche Besetzung Frankreichs im Zweiten Weltkrieg">besetzten Frankreich</a>. Im November 1940 teilte er seinen Militärbezirkschefs mit, dass die Arisierung jüdischen Vermögens durch <a href="Walther_von_Brauchitsch" title="Walther von Brauchitsch">Walther von Brauchitsch</a> angeordnet worden sei. Die Arisierung lief über den <i>Service du Controle</i> der <a href="Vichy-Regierung" class="mw-redirect" title="Vichy-Regierung">Vichy-Regierung</a>, wobei sich Stülpnagel die Ernennung von Treuhändern für jüdische Industriebetriebe vorbehielt, um deutsche Kaufinteressenten begünstigen zu können.<sup id="cite_ref-Hilberg_11-1" class="reference"><a href="#cite_note-Hilberg-11"><span class="cite-bracket">[</span>11<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Stülpnagel ordnete am 17. Dezember 1941 eine „Judenbuße“ von einer Milliarde Francs an, die die <i>Vereinigung der Juden in Frankreich</i> in Raten zahlen musste.<sup id="cite_ref-48" class="reference"><a href="#cite_note-48"><span class="cite-bracket">[</span>48<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p>
<div class="mw-heading mw-heading3"><h3 id="Griechenland">Griechenland</h3></div>
<p>Kurz vor der <a href="Ghetto_in_der_Zeit_des_Nationalsozialismus" title="Ghetto in der Zeit des Nationalsozialismus">Ghettoisierung</a> und Deportation in <a href="Thessaloniki" title="Thessaloniki">Thessaloniki</a> verpflichtete Kriegsverwaltungsrat <a href="Max_Merten" title="Max Merten">Max Merten</a> von der dortigen Wehrmachtsverwaltung im Februar 1943 die öffentliche Verwaltung, jüdische Beamte zu entlassen und keine Geschäfte mehr mit Juden zu tätigen. Die Juden wurden auch aus Vereinen des öffentlichen Rechts, Organisationen und Verbänden ausgeschlossen.<sup id="cite_ref-49" class="reference"><a href="#cite_note-49"><span class="cite-bracket">[</span>49<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Während der Ghettoisierung im März mussten Vermögensaufstellungen und die Schlüssel zu Geschäften und Wohnungen abgegeben werden. Um deren Verwertung kümmerte sich die formal griechische <i><a href="Dienststelle_zur_Verwaltung_des_Judenverm%C3%B6gens" title="Dienststelle zur Verwaltung des Judenvermögens">Dienststelle zur Verwaltung des Judenvermögens</a></i> (griechisch: <i>Yperesia Diacheiriseos Isrilitikis Periousias</i>; kurz: <i>YDIP</i>) unter deutscher Aufsicht.<sup id="cite_ref-50" class="reference"><a href="#cite_note-50"><span class="cite-bracket">[</span>50<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p><p>Für die Restitution des Vermögens nach dem Krieg war auch die YDIP verantwortlich. Sie erfolgte nur zögerlich und in Thessaloniki geringfügig.<sup id="cite_ref-51" class="reference"><a href="#cite_note-51"><span class="cite-bracket">[</span>51<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p>
<div class="mw-heading mw-heading3"><h3 id="Italien">Italien</h3></div>
<div class="hauptartikel" role="navigation"><span class="hauptartikel-pfeil" title="siehe" aria-hidden="true" role="presentation">→&nbsp;</span><i><span class="hauptartikel-text">Hauptartikel</span>: <a href="Arisierung_in_Italien" title="Arisierung in Italien">Arisierung in Italien</a></i></div>

<div style="font-size:95%;">
<table class="mw-collapsible mw-collapsed">

<tbody><tr>
<td><b>Bildtext (mit Übersetzung)</b> &nbsp;
</td></tr>
<tr>
<td>
<table class="wikitable centered">
<tbody><tr>
<th colspan="7" style="font-weight:bold;">DOPO LE DELIBERAZIONI DEL CONSIGLIO DEI MINISTRI
</th></tr>
<tr>
<td colspan="3" style="font-weight: bold;">Gli ebrei non possono …
</td>
<td rowspan="4">
</td>
<td colspan="3" style="font-weight: bold;">Non vi possono essere ebrei …
</td></tr>
<tr>
<td style="text-align: center;"><br>… prestare servizio<br>militare
</td>
<td style="text-align: center;"><br>… esercitare l’ufficio<br>di tutore
</td>
<td style="text-align: center;">… essere proprietari di<br>aziende interessati la<br>difesa nazionale
</td>
<td style="text-align: center;">… nelle amministra–<br>zioni militari e civili
</td>
<td style="text-align: center;">… nel Partito
</td>
<td style="text-align: center;">… negli Enti provinciali<br>e comunali
</td></tr>
<tr>
<td colspan="2" style="text-align: center;">… essere proprietari di terreni e di fabbricati
</td>
<td style="text-align: center;">… avere domestici ariani
</td>
<td style="text-align: center;">… negli Enti parastatali
</td>
<td style="text-align: center;">… nelle banche
</td>
<td style="text-align: center;">… nella assicurazioni
</td></tr>
<tr>
<td colspan="3">Estero: Espulsione degli ebrei stranieri
</td>
<td colspan="3" style="text-align: right;">Universita: Gli ebrei esclusi<br>dalla scuola Italiana
</td></tr></tbody></table>
<table class="wikitable centered">
<tbody><tr>
<th colspan="7" style="font-weight:bold;">NACH DEN BERATUNGEN DES MINISTERRATS
</th></tr>
<tr>
<td colspan="3" style="font-weight: bold;">Juden können nicht …
</td>
<td rowspan="4">
</td>
<td colspan="3" style="font-weight: bold;">Dort können keine Juden sein …
</td></tr>
<tr>
<td style="text-align: center;">… Militärdienst<br>leisten
</td>
<td style="text-align: center;">… den Beruf eines<br>Lehrers ausüben
</td>
<td style="text-align: center;">… Inhaber von Unternehmen<br>sein, die an der nationalen<br>Verteidigung beteiligt sind
</td>
<td style="text-align: center;">… in militärischen und<br>zivilen Verwaltungen
</td>
<td style="text-align: center;">… in Parteien
</td>
<td style="text-align: center;">… in regionalen und<br>kommunalen Institutionen
</td></tr>
<tr>
<td colspan="2" style="text-align: center;">… Eigentümer von Grundstücken<br>und Gebäuden sein
</td>
<td style="text-align: center;">… arische Hausangestellte beschäftigen
</td>
<td style="text-align: center;">… in halbstaatlichen Institutionen
</td>
<td style="text-align: center;">… in Banken
</td>
<td style="text-align: center;">… in Versicherungen
</td></tr>
<tr>
<td colspan="3">Ausland: Ausweisung von ausländischen Juden
</td>
<td colspan="3" style="text-align: right;">Universität: Juden sind von<br>italienischen Schulen ausgeschlossen
</td></tr></tbody></table>
</td></tr></tbody></table>
</div>
<p>Das faschistische Italien unter <a href="Mussolini" class="mw-redirect" title="Mussolini">Mussolini</a> übernahm aus Opportunismus eine antisemitische Politik mit der Zielsetzung „nicht verfolgen, sondern diskriminieren“.<sup id="cite_ref-52" class="reference"><a href="#cite_note-52"><span class="cite-bracket">[</span>52<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Mitte November 1938 wurde die antijüdische Charta fertig und anschließend wurden Juden und jüdisches Vermögen definiert und erfasst. In wirtschaftlicher Hinsicht schnitt man den Juden langsam die Lebensadern ab. Der Katalog diskriminierender Gesetze und Verordnungen wurde fast im Wochentakt erweitert und verschärft und zwar nicht nur von der Regierung, sondern auch von den Kommunen und Provinzen.<sup id="cite_ref-53" class="reference"><a href="#cite_note-53"><span class="cite-bracket">[</span>53<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p><p>Die <a href="Italienische_Rassengesetze" title="Italienische Rassengesetze">italienischen Rassegesetze</a> sahen auch Ausnahmeregelungen für verdiente Juden und Zweifelsfälle vor, die als Personen „arisiert“ werden konnten. Die darauf entstehende Korruption wurde so skandalös und berüchtigt, dass die Generaldirektion für Demographie- und Rassenfragen (<i>Direzione generale per la demographia e la razza</i>) sogar innerhalb der faschistischen Partei kritisiert wurde.<sup id="cite_ref-54" class="reference"><a href="#cite_note-54"><span class="cite-bracket">[</span>54<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p><p>In <a href="Italienisch-Libyen" title="Italienisch-Libyen">Italienisch-Libyen</a> widersetzte sich der Gouverneur <a href="Italo_Balbo" title="Italo Balbo">Italo Balbo</a> gegen eine zu strikte Befolgung der Regelungen und erhielt von Mussolini die gewünschte Freiheit, die Gesetze und Verordnungen nur in der Weise umzusetzen, wie es die libyschen Verhältnisse erlaubten.<sup id="cite_ref-55" class="reference"><a href="#cite_note-55"><span class="cite-bracket">[</span>55<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Die Rassengesetze und -verordnungen wurden auch auf die annektierten Regionen ausgedehnt, während man sich in den italienisch besetzten Gebieten Südfrankreichs, Jugoslawiens und Griechenlands nicht um die Rassenfrage kümmerte.<sup id="cite_ref-56" class="reference"><a href="#cite_note-56"><span class="cite-bracket">[</span>56<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p>
<div class="mw-heading mw-heading3"><h3 id="Kroatien">Kroatien</h3></div>
<p>Rassisch motivierte Enteignungen im <a href="Unabh%C3%A4ngiger_Staat_Kroatien" title="Unabhängiger Staat Kroatien">Unabhängigen Staat Kroatien</a> richteten sich nicht nur gegen Juden und sesshafte <a href="Roma" title="Roma">Roma</a>, sondern vor allem gegen <a href="Serben_in_Kroatien" title="Serben in Kroatien">Serben</a>.<sup id="cite_ref-57" class="reference"><a href="#cite_note-57"><span class="cite-bracket">[</span>57<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Statt des Begriffs „Arisierung“ wird auch oft beschönigend von „Nationalisierung“ oder „Verstaatlichung“ gesprochen. Bei der Verfolgung von Serben, Juden und Roma bereicherten sich Einzelpersonen, <a href="Ustascha" title="Ustascha">Ustascha-Gliederungen</a>, Behörden sowie deutsche und italienische Besatzer durch Raub, Erpressung, Schnäppchenjagd und öffentliche Versteigerungen. Dabei entgingen dem kroatischen Staat unermessliche Werte.<sup id="cite_ref-58" class="reference"><a href="#cite_note-58"><span class="cite-bracket">[</span>58<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Der kroatische Staat versuchte mit Verordnungen und der Gründung der <a href="Ponova" title="Ponova">Ponova</a> (<i>Staatsdirektion für wirtschaftliche Erneuerung</i>) und des <i>Amt für einbehaltene Vermögen</i> den Kontrollverlust und die dreiste Bereicherung einzuschränken<i>.</i><sup id="cite_ref-59" class="reference"><a href="#cite_note-59"><span class="cite-bracket">[</span>59<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p>
<div class="mw-heading mw-heading3"><h3 id="Luxemburg">Luxemburg</h3></div>
<div class="hauptartikel" role="navigation"><span class="hauptartikel-pfeil" title="siehe" aria-hidden="true" role="presentation">→&nbsp;</span><i><span class="hauptartikel-text">Hauptartikel</span>: <a href="Arisierung_in_Luxemburg" title="Arisierung in Luxemburg">Arisierung in Luxemburg</a></i></div>
<p>Am 5.&nbsp;September 1940 erließ der <a href="Chef_der_Zivilverwaltung" title="Chef der Zivilverwaltung">Chef der Zivilverwaltung</a> und <a href="Gauleiter" class="mw-redirect" title="Gauleiter">Gauleiter</a> des <i><a href="Gau_Moselland" title="Gau Moselland">Moselland</a></i> <a href="Gustav_Simon_(Gauleiter)" title="Gustav Simon (Gauleiter)">Gustav Simon</a> eine Verordnung zur Enteignung der jüdischen Vermögenswerte.<sup id="cite_ref-60" class="reference"><a href="#cite_note-60"><span class="cite-bracket">[</span>60<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Mit der Durchführung wurde Gauinspektor <a href="Josef_Ackermann_(SA-Mitglied)" title="Josef Ackermann (SA-Mitglied)">Josef Ackermann</a> betraut. Von 335 jüdischen Betrieben wurden 75 arisiert und die weiteren liquidiert.<sup id="cite_ref-61" class="reference"><a href="#cite_note-61"><span class="cite-bracket">[</span>61<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Einrichtungsgegenstände, die geflüchtete Juden zurückgelassen hatten, wurden der Zivilverwaltung in Luxemburg, Reichsbahn, Reichspost, Hitlerjugend usw. zur Verfügung gestellt.<sup id="cite_ref-62" class="reference"><a href="#cite_note-62"><span class="cite-bracket">[</span>62<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p>
<div class="mw-heading mw-heading3"><h3 id="Niederlande">Niederlande</h3></div>
<p>Von Februar bis Oktober 1941 wurden Verordnungen zur Arisierung jüdischen Vermögens erlassen. Für Vereine und Stiftungen wurden «Kommissare» und für anmeldepflichtige Unternehmen «Treuhänder» vorgesehen; die landwirtschaftlichen Grundstücke waren gemäß <i>Landwirtschaftsentjudungsverordnung</i> innerhalb von zwei Monaten zu verkaufen. Jüdisches Kapitalvermögen musste beim arisierten Bankhaus <a href="Lippmann%2C_Rosenthal_%26_Co._Sarphatistraat" title="Lippmann, Rosenthal &amp; Co. Sarphatistraat">Bankhaus Lippmann, Rosenthal &amp; Co.</a> hinterlegt werden, und dadurch wurden faktisch sämtliche jüdische Privatvermögen eingezogen. Jüdischer Grundbesitz musste verkauft werden, wobei die erzielten Verkaufspreise deutlich unter dem Marktwert lagen und die Zahlung in Raten über 25 Jahre an das Bankhaus Lippmann vorgesehen war. Die Teilnahme an öffentlichen Veranstaltungen und die Benutzung öffentlicher Einrichtungen wurde Juden verboten und die Berufsausübung eingeschränkt.<sup id="cite_ref-63" class="reference"><a href="#cite_note-63"><span class="cite-bracket">[</span>63<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p>
<div class="mw-heading mw-heading3"><h3 id="Norwegen">Norwegen</h3></div>
<div class="hauptartikel" role="navigation"><span class="hauptartikel-pfeil" title="siehe" aria-hidden="true" role="presentation">→&nbsp;</span><i><span class="hauptartikel-text">Hauptartikel</span>: <a href="Arisierung_in_Norwegen" title="Arisierung in Norwegen">Arisierung in Norwegen</a></i></div>
<p>Im Herbst 1941 wurde durch die norwegische <a href="Kollaboration#Norwegen" title="Kollaboration">Kollaborationsregierung</a> unter <a href="Vidkun_Quisling" title="Vidkun Quisling">Vidkun Quisling</a> den jüdischen Rechtsanwälten die Zulassung entzogen und jüdische Mitarbeiter mussten aus dem öffentlichen Dienst ausscheiden. Das Vermögen der Juden wurde eingezogen und durch deutsche und norwegische Stellen verwertet.<sup id="cite_ref-64" class="reference"><a href="#cite_note-64"><span class="cite-bracket">[</span>64<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p>
<div class="mw-heading mw-heading3"><h3 id="Österreich"><span id=".C3.96sterreich"></span>Österreich</h3></div>
<p>Nach dem <a href="Anschluss_%C3%96sterreichs" title="Anschluss Österreichs">Anschluss Österreichs</a> im März 1938 strebte das <a href="Reichswirtschaftsministerium" title="Reichswirtschaftsministerium">Reichswirtschaftsministerium</a> (RWM) die sogenannte „Arisierung“ des dortigen Bankwesens an. <a href="Hermann_Abs" class="mw-redirect" title="Hermann Abs">Hermann Abs</a> war im Vorstand der Deutschen Bank mit der Arisierung von jüdischen Banken und Unternehmen betraut. Direkt nach dem Anschluss verhandelte er in Begleitung von <a href="Walter_Pohle" title="Walter Pohle">Walter Pohle</a>, einem ehemaligen Mitarbeiter des RWM, über die beabsichtigte Übernahme der damals größten Bank Österreichs, der <a href="Creditanstalt-Bankverein" title="Creditanstalt-Bankverein">Creditanstalt</a>.
</p><p><a href="Karl_Rasche" title="Karl Rasche">Karl Rasche</a> engagierte sich für die Ausweitung der Geschäfte der <a href="Dresdner_Bank" title="Dresdner Bank">Dresdner Bank</a> in Österreich und später auch im <a href="Sudetenland" title="Sudetenland">Sudetenland</a> und dem <a href="Protektorat_B%C3%B6hmen_und_M%C3%A4hren" title="Protektorat Böhmen und Mähren">Protektorat Böhmen und Mähren</a>. Daraufhin münzte man auf ihn den Spottvers:
</p>
<div class="Vorlage_Zitat" style="margin:1em 40px;">
<div style="margin:1em 0;"><blockquote style="margin:0;">
<p>„Wer marschiert hinter dem ersten Tank? Das ist Dr. Rasche von der Dresdner Bank!“<sup id="cite_ref-65" class="reference"><a href="#cite_note-65"><span class="cite-bracket">[</span>65<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p>
</blockquote>
</div></div>
<p>Dieser Spottvers basierte auf dem Umstand, dass die deutschen Staatsfinanzen, infolge der von der Hitler-Regierung betriebenen maßlosen Rüstungspolitik notorisch klamm waren. Daher wurde nach jeder gewaltsamen Besetzung eines dem Deutschen Reich benachbarten Landes, mit großer Eile das betreffende Land wirtschaftlich ausgeschlachtet (Beschlagnahmung der Goldreserven der jeweiligen Staatsbanken, Übernahme bedeutender Wirtschaftsbetriebe etc.), um die deutsche Staatskasse zu sanieren bzw. zu entlasten und den nahenden Finanzkollaps hinauszuzögern.
</p>
<div class="mw-heading mw-heading3"><h3 id="Polen">Polen</h3></div>
<p>Schon in den ersten Wochen nach der Besetzung Polens raubten die deutschen Besatzungsverwaltungen die jüdische und polnische Bevölkerung hemmungslos aus. Im November 1939 erörterten Vertreter der deutschen Besatzungsbehörden, wie bei den geplanten Abschiebungen von Juden und nationalbewussten Polen aus dem <a href="Warthegau" class="mw-redirect" title="Warthegau">Warthegau</a> deren Vermögenswerte erfasst, beschlagnahmt und vereinnahmt werden sollten.<sup id="cite_ref-66" class="reference"><a href="#cite_note-66"><span class="cite-bracket">[</span>66<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Erst allmählich wurde die von <a href="Hermann_G%C3%B6ring" title="Hermann Göring">Hermann Göring</a> neu gegründete <a href="Haupttreuhandstelle_Ost" title="Haupttreuhandstelle Ost">Haupttreuhandstelle Ost</a> zur allmächtigen und konkurrenzlosen Zentralinstitution des Vorganges, wobei die vorangegangenen Arisierungen im Reich, <a href="%C3%96sterreich" title="Österreich">Österreich</a> und dem <a href="Protektorat" title="Protektorat">Protektorat</a> als Vorbild dienten. Erst nach monatelangen Verhandlungen mit dem <a href="Reichswirtschaftsministerium" title="Reichswirtschaftsministerium">Reichswirtschaftsministerium</a> und anderen Ressorts wurde mit der <a href="Polenverm%C3%B6gensverordnung" title="Polenvermögensverordnung">Polenvermögensverordnung</a> nachträglich ein legalistischer Rahmen für den Vermögensentzug geschaffen.<sup id="cite_ref-67" class="reference"><a href="#cite_note-67"><span class="cite-bracket">[</span>67<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p><p>Da die staatlichen und Polizeidienststellen weitreichendere Zuständigkeiten besaßen ist nach Loose auf den Terminus „Arisierung“ zu verzichten und stattdessen „Konfiskation“, „Beschlagnahmung“ bzw. „Enteignung“, „kommissarische Verwaltung“ und „Liquidation“ treffender, da das Eigentum nicht direkt in die Hände <a href="Volksdeutscher" class="mw-redirect" title="Volksdeutscher">volksdeutscher</a> <a href="Umsiedler" title="Umsiedler">Umsiedler</a> als vielmehr zunächst in das Eigentum des Deutschen Reiches überging. Arisierung tritt im zeitgenössischen Sprachgebrauch hinter „<a href="Germanisierung" title="Germanisierung">Germanisierung</a>“ und „<a href="Eindeutschung" title="Eindeutschung">Eindeutschung</a>“ zurück.<sup id="cite_ref-68" class="reference"><a href="#cite_note-68"><span class="cite-bracket">[</span>68<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p>
<div class="mw-heading mw-heading3"><h3 id="Schweden">Schweden</h3></div>
<p>Die stark von Deutschland abhängige schwedische Wirtschaft durchlief ebenfalls einen Arisierungsprozess. In Deutschland getroffene Entscheidungen veränderten die Eigentümerschaft, das Management und die Zusammensetzung der Angestellten in den schwedischen Niederlassungen deutscher Unternehmen. Schwedische Unternehmen arisierten sich freiwillig aus politischem Opportunismus oder der Angst vor wirtschaftlichen Nachteilen, indem jüdische Mitarbeiter entlassen wurden und jüdische Eigentümer und Manager ausscheiden mussten oder zumindest in den Hintergrund gedrängt wurden.<sup id="cite_ref-69" class="reference"><a href="#cite_note-69"><span class="cite-bracket">[</span>69<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p>
<div class="mw-heading mw-heading3"><h3 id="Serbien">Serbien</h3></div>
<p>Am 30.&nbsp;Mai 1941 wurde vom Militärbefehlshaber eine Judenverordnung bekannt gegeben. Die Juden wurden registriert, mit Kontributionszahlungen in Form von Abgaben belegt, ihre Grundvermögen arisiert, für die jüdischen Betriebe Treuhänder eingesetzt und die Juden aus dem öffentlichen Leben ausgeschlossen und aus dem gesellschaftlichen verdrängt.<sup id="cite_ref-70" class="reference"><a href="#cite_note-70"><span class="cite-bracket">[</span>70<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Die Zwangsarisierung wurde am 22. Juli 1941 verordnet. Neuhausen, der Generalbevollmächtigte für die Wirtschaft, sorgte für den Verkauf an <i>arische</i> und überwiegend deutsche Interessenten. Der Erlös aus dem Verkauf der Betriebe und schließlich auch der hinterlassenen Möbel wurde beschlagnahmt.<sup id="cite_ref-71" class="reference"><a href="#cite_note-71"><span class="cite-bracket">[</span>71<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p>
<div class="mw-heading mw-heading3"><h3 id="Tschechoslowakei">Tschechoslowakei</h3></div>
<p>Nach dem Ende September 1938 geschlossenen <a href="M%C3%BCnchner_Abkommen" title="Münchner Abkommen">Münchner Abkommen</a>, mit dem die Tschechoslowakei das <a href="Sudetenland" title="Sudetenland">Sudetenland</a> abtreten musste, strebte das RWM die sogenannte „Arisierung“ des dortigen Bankwesens an. Walter Pohle war ein Mitarbeiter der <a href="Deutsche_Bank" title="Deutsche Bank">Deutschen Bank</a>, später Leiter<sup id="cite_ref-72" class="reference"><a href="#cite_note-72"><span class="cite-bracket">[</span>72<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> der <a href="B%C3%B6hmische_Union_Bank" title="Böhmische Union Bank">Böhmischen Union Bank</a> (BUB)<sup id="cite_ref-73" class="reference"><a href="#cite_note-73"><span class="cite-bracket">[</span>73<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
und neben <a href="Karl_Rasche" title="Karl Rasche">Karl Rasche</a> und <a href="Reinhold_von_L%C3%BCdinghausen" title="Reinhold von Lüdinghausen">Reinhold von Lüdinghausen</a> (BEBCA) einer der Hauptakteure der „Arisierungen“ ab März 1939 im <a href="Sudetenland" title="Sudetenland">Sudetenland</a> in der <a href="Zeit_des_Nationalsozialismus" title="Zeit des Nationalsozialismus">Zeit des Nationalsozialismus</a>.<sup id="cite_ref-74" class="reference"><a href="#cite_note-74"><span class="cite-bracket">[</span>74<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Pohle wurde zu einer wichtigen Person für die praktische Umsetzung der NS-Ziele. Viele Details über Pohles Aktivitäten können der eidesstattlichen Versicherung eines Prokuristen der Deutschen Bank, F. Kavan, von 1950 entnommen werden.<sup id="cite_ref-75" class="reference"><a href="#cite_note-75"><span class="cite-bracket">[</span>75<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p><p>Nach der <a href="Machtergreifung" title="Machtergreifung">Machtübergabe an die Nationalsozialisten</a> 1933 wurde Reinhold von Lüdinghausen Filialleiter der <a href="N%C3%BCrnberg" title="Nürnberg">Nürnberger</a> Niederlassung der <a href="Dresdner_Bank" title="Dresdner Bank">Dresdner Bank</a>, da der Bankvorstand in der <a href="Stadt-Ehrentitel_der_NS-Zeit" title="Stadt-Ehrentitel der NS-Zeit">„Stadt der Reichsparteitage“</a> die jüdischen leitenden Angestellten entlassen wollte. 1934 wurde er Vorsitzender des Aufsichtsrates der <a href="Victoria-Werke" title="Victoria-Werke">Victoria-Werke</a> AG Nürnberg. In dieser Funktion drängte er den jüdischen Direktor und Mitglied des Vorstandes Franz Ottenstein, Sohn des Firmengründers Max Ottenstein, aus seinen Ämtern.
Danach war er ab 1935 Leiter von Filialen der Dresdner Bank zunächst in Deutschland und ab 1938 in <a href="Liberec" title="Liberec">Reichenberg</a> im besetzten <a href="Sudetenland" title="Sudetenland">Sudetenland</a>, dort ab 1939 Gebietsdirektor. 1939 wurde er Vorstandsmitglied der <a href="B%C3%B6hmische_Escompte-Bank" title="Böhmische Escompte-Bank">Böhmischen Escompte-Bank</a><sup id="cite_ref-76" class="reference"><a href="#cite_note-76"><span class="cite-bracket">[</span>76<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> (BEBCA)<sup id="cite_ref-77" class="reference"><a href="#cite_note-77"><span class="cite-bracket">[</span>77<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> in der besetzten <a href="Tschechoslowakei" title="Tschechoslowakei">Tschechoslowakei</a>.
</p><p>Er organisierte 1938 die Übernahme der Filialen in den sudetendeutschen Gebieten durch die Dresdner Bank, unter deren maßgeblichem Einfluss die BEBCA ab März 1939 in eine deutsche Bank umgewandelt wurde. Die Bank war in der Folgezeit ein Instrument der deutschen Wirtschaftsinteressen im Protektorat vor allem bei „Arisierungsvorgängen“ und bei der Förderung deutscher Industrieunternehmen.<sup id="cite_ref-78" class="reference"><a href="#cite_note-78"><span class="cite-bracket">[</span>78<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p><p>Im <a href="Protektorat_B%C3%B6hmen_und_M%C3%A4hren" title="Protektorat Böhmen und Mähren">Reichsprotektorat Böhmen und Mähren</a> wurde er auch stellvertretender Vorsitzender des Verwaltungsrates von <a href="%C5%A0koda_(Maschinenbau)" title="Škoda (Maschinenbau)">Škoda</a> in <a href="Pilsen" title="Pilsen">Pilsen</a>. In <a href="K%C3%B6nigreich_Ungarn" title="Königreich Ungarn">Ungarn</a> wurde er Präsident der „Ungarische Blechemballagenwerke AG“ in <a href="Gy%C5%91r" title="Győr">Győr</a>.
</p>
<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="Filme">Filme</h2></div>
<ul><li><i>Menschliches Versagen</i> – Dokumentation, Deutschland 2008, 90&nbsp;Minuten, Regie: <a href="Michael_Verhoeven" title="Michael Verhoeven">Michael Verhoeven</a>. Verhoevens Film zeigt das Arisierungsverbrechen in vielfältigen Formen von den Anfängen anhand der Steuerakten der Betroffenen bis zu den Abtransporten z.&nbsp;B. nach <a href="KZ_Kaunas" class="mw-redirect" title="KZ Kaunas">Kaunas</a> und <a href="Ghetto_Theresienstadt" title="Ghetto Theresienstadt">Theresienstadt</a> mitten in einer ansonsten scheinbar „normalen“ Gesellschaft. Es werden personelle Kontinuitäten der Handelnden und die Forschungsansätze in den freigegebenen Aktenbeständen der Finanzverwaltung gezeigt.<sup id="cite_ref-79" class="reference"><a href="#cite_note-79"><span class="cite-bracket">[</span>79<span class="cite-bracket">]</span></a></sup><sup id="cite_ref-80" class="reference"><a href="#cite_note-80"><span class="cite-bracket">[</span>80<span class="cite-bracket">]</span></a></sup></li></ul>
<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="Siehe_auch">Siehe auch</h2></div>
<ul><li><a href="Bergier-Bericht" title="Bergier-Bericht">Bergier-Bericht</a>, zu Bankkonten in der Schweiz, auch für nachrichtenlose Konten von Einzelpersonen (publ. 1997–2000)</li>
<li><a href="Gesetz_%C3%BCber_den_Widerruf_von_Einb%C3%BCrgerungen_und_die_Aberkennung_der_deutschen_Staatsangeh%C3%B6rigkeit" title="Gesetz über den Widerruf von Einbürgerungen und die Aberkennung der deutschen Staatsangehörigkeit">Gesetz über den Widerruf von Einbürgerungen und die Aberkennung der deutschen Staatsangehörigkeit</a>, 1933</li>
<li><a href="Gesetz_%C3%BCber_die_Einziehung_volks-_und_staatsfeindlichen_Verm%C3%B6gens" title="Gesetz über die Einziehung volks- und staatsfeindlichen Vermögens">Gesetz über die Einziehung volks- und staatsfeindlichen Vermögens</a>, 1933</li>
<li><a href="Gesetz_%C3%BCber_Mietverh%C3%A4ltnisse_mit_Juden" title="Gesetz über Mietverhältnisse mit Juden">Gesetz über Mietverhältnisse mit Juden</a>, 1939, mit dem Mietverhältnisse mit Juden gelockert wurden</li>
<li><a href="M-Aktion" title="M-Aktion">M-Aktion</a> (Plünderung jüdischen Eigentums in den besetzten Ländern)</li>
<li><a href="Aktion_3" title="Aktion 3">Aktion 3</a> (sog. <i>freihändiger Verkauf</i> von jüdischem Vermögen)</li>
<li><a href="Raubgold" title="Raubgold">Raubgold</a></li>
<li><a href="Auswandererabgabe" title="Auswandererabgabe">Auswandererabgabe</a></li>
<li><a href="Vugesta" title="Vugesta">Vugesta</a>, <i>Verkauf jüdischen Umzugsgutes Gestapo</i></li>
<li><a href="Aktion_Gildemeester" title="Aktion Gildemeester">Aktion Gildemeester</a></li></ul>
<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="Literatur">Literatur</h2></div>
<div class="mw-heading mw-heading3"><h3 id="Gesamtdarstellungen">Gesamtdarstellungen</h3></div>
<ul><li><a href="G%C3%B6tz_Aly" title="Götz Aly">Götz Aly</a>: <i>Hitlers Volksstaat. Raub, Rassenkrieg und nationaler Sozialismus.</i> Fischer, Frankfurt am Main 2005, ISBN 3-10-000420-5.</li>
<li>Götz Aly: <i>Volk ohne Mitte. Die Deutschen zwischen Freiheitsangst und Kollektivismus.</i> S. Fischer, Frankfurt am Main 2015, ISBN 978-3-10-000427-7. (Über millionenfaches Mitläufertum bei der Arisierung und den Massencharakter des Nationalsozialismus.)</li>
<li><a href="Avraham_Barkai" title="Avraham Barkai">Avraham Barkai</a>: <i>Vom Boykott zur „Entjudung“. Der wirtschaftliche Existenzkampf der Juden im Dritten Reich 1933–1943.</i> Fischer-Taschenbuch-Verlag, Frankfurt am Main 1988, ISBN 3-596-24368-8.</li>
<li><a href="Helmut_Genschel" title="Helmut Genschel">Helmut Genschel</a>: <i>Die Verdrängung der Juden aus der Wirtschaft im Dritten Reich.</i> (= <i>Göttinger Bausteine zur Geschichtswissenschaft.</i> 38). Musterschmidt, Göttingen u.&nbsp;a. 1966. (Zugleich Dissertation an der Universität Göttingen 1963)</li>
<li><a href="Constantin_Goschler" title="Constantin Goschler">Constantin Goschler</a>, Philip Ther (Hrsg.): <i>Raub und Restitution. „Arisierung“ und Rückerstattung des jüdischen Eigentums in Europa</i> (= <i>Die Zeit des Nationalsozialismus</i>. Nr. 15738). Fischer-Taschenbuch-Verlag, Frankfurt am Main 2003, ISBN 3-596-15738-2.</li>
<li><a href="Harold_James_(Historiker)" title="Harold James (Historiker)">Harold James</a>: <i>Die Deutsche Bank und die „Arisierung“.</i> Beck, München 2001, ISBN 3-406-47192-7.</li>
<li>Martin Jungius: <i><a rel="nofollow" class="external text" href="http://www.perspectivia.net/publikationen/bdf/jungius_raub">Der verwaltete Raub. Die „Arisierung“ der Wirtschaft in Frankreich 1940 bis 1944</a>.</i> (= <i>Beihefte der Francia</i>. Band 67). Thorbecke, Ostfildern 2008, ISBN 978-3-7995-7292-7. (zugleich Dissertation an der Universität Konstanz 2005)</li>
<li>Helen B. Junz, <a href="Oliver_Rathkolb" title="Oliver Rathkolb">Oliver Rathkolb</a> u.&nbsp;a.: <i>Das Vermögen der jüdischen Bevölkerung Österreichs. NS-Raub und Restitution nach 1945.</i> (= <i>Veröffentlichungen der Österreichischen Historikerkommission. Vermögensentzug während der NS-Zeit sowie Rückstellungen und Entschädigungen seit 1945 in Österreich.</i> 9). Verlag R. Oldenbourg, München 2004, ISBN 3-486-56770-5. (Zur Methode: Aus den im Österreichischen Staatsarchiv liegenden rund 60.000 Vermögensanmeldungen wurde eine repräsentative Stichprobe gezogen. Die Angaben wurden durch Informationen über Rückstellung bzw. Entschädigung aus den Nachkriegsunterlagen – soweit vorhanden – erweitert und in einer Datenbank erfasst.)</li>
<li>Ingo Köhler: <i>Die „Arisierung“ der Privatbanken im Dritten Reich. Verdrängung, Ausschaltung und die Frage der Wiedergutmachung.</i> (= <i>Schriftenreihe zur Zeitschrift für Unternehmensgeschichte.</i> 14). Beck, München 2005, ISBN 3-406-53200-4. (Zugleich Dissertation an der Universität Bochum 2003)</li>
<li><a href="Joel_Levi" title="Joel Levi">Joel Levi</a>: <i>Die Arisierung jüdischer Anwaltskanzleien.</i> In: <i>Anwälte und ihre Geschichte&nbsp;: zum 140. Gründungsjahr des Deutschen Anwaltvereins.</i> Mohr Siebeck, Tübingen 2011, ISBN 978-3-16-150757-1, S. 305–314.</li>
<li>Johannes Ludwig: <i>Boykott, Enteignung, Mord. Die „Entjudung“ der deutschen Wirtschaft.</i> Überarbeitete Neuausgabe. Piper, München/Zürich 1992, ISBN 3-492-11580-2.</li>
<li><a href="Melissa_M%C3%BCller" title="Melissa Müller">Melissa Müller</a>, Monika Tatzkow: <i>Verlorene Bilder, verlorene Leben. Jüdische Sammler und was aus ihren Kunstwerken wurde</i>. Sandmann, München 2009, ISBN 978-3-938045-30-5.</li>
<li>Werner Schroeder: <i>Die „Arisierung“ jüdischer Antiquariate zwischen 1933 und 1942.</i> In: <i>Aus dem Antiquariat.</i> Teil 1: NF 7, Nr. 5, 2009, <span class="-print"><a href="Internationale_Standardnummer_f%C3%BCr_fortlaufende_Sammelwerke" title="Internationale Standardnummer für fortlaufende Sammelwerke">ISSN</a>&nbsp;<span style="white-space:nowrap"><a rel="nofollow" class="external text" href="https://zdb-katalog.de/list.xhtml?t=iss%3D%220343-186X%22&amp;key=cql">0343-186X</a></span></span>, S.&nbsp;295–320; Teil 2: Nr. 6, 2009, S.&nbsp;359–386.</li>
<li>Dirk Schuster: <i>„Entjudung“ als göttliche Aufgabe – Die Kirchenbewegung Deutsche Christen und das Eisenacher Entjudungsinstitut im Kontext der nationalsozialistischen Politik gegen Juden.</i> In: <i>Schweizerische Zeitschrift für Religions- und Kulturgeschichte.</i> Band 106, 2012, S. 241 bis 255.</li>
<li><a href="Peter_Melichar" title="Peter Melichar">Peter Melichar</a>: <i>Unternehmer im Nationalsozialismus. Zur sozialen Funktion der Arisierung.</i> In: <i>Österreich in Geschichte und Literatur.</i> 2/2016, S. 197–211.</li>
<li><a href="Irmtrud_Wojak" title="Irmtrud Wojak">Irmtrud Wojak</a>, <a href="Peter_Hayes_(Historiker)" title="Peter Hayes (Historiker)">Peter Hayes</a> (Hrsg.): <i>„Arisierung“ im Nationalsozialismus: Volksgemeinschaft, Raub und Gedächtnis</i>. Frankfurt am Main 2000, ISBN 3-593-36494-8.</li></ul>
<div class="mw-heading mw-heading3"><h3 id="Einzelne_Orte_oder_Regionen">Einzelne Orte oder Regionen</h3></div>
<ul><li><a href="Frank_Bajohr" title="Frank Bajohr">Frank Bajohr</a>: <i>„Arisierung“ in Hamburg. Die Verdrängung der jüdischen Unternehmer 1933–1945.</i> Christians, Hamburg 1997, ISBN 3-7672-1302-8. (Zugleich <a href="Dissertation" title="Dissertation">Dissertation</a> an der <a href="Universit%C3%A4t_Hamburg" title="Universität Hamburg">Universität Hamburg</a> 1996/97)</li>
<li>Hanno Balz: <i>Die „Arisierung“ von jüdischem Haus- und Grundbesitz in Bremen.</i> Edition Temmen, Bremen 2004, ISBN 3-86108-689-1.</li>
<li>Gerhard Baumgartner, Historikerkommission der Republik Österreich: <i>„Arisierungen“, beschlagnahmte Vermögen, Rückstellungen und Entschädigungen im Burgenland.</i> (= <i>Veröffentlichungen der Österreichischen Historikerkommission: Vermögensentzug während der NS-Zeit sowie Rückstellungen und Entschädigungen seit 1945 in Österreich</i>. Band 17). Oldenbourg, 2004, ISBN 3-486-56781-0.</li>
<li>Christof Biggeleben, Beate Schreiber, Kilian J. L. Steiner (Hrsg.): <i>„Arisierung“ in Berlin.</i> Metropol, Berlin 2007, ISBN 978-3-938690-55-0.<sup id="cite_ref-81" class="reference"><a href="#cite_note-81"><span class="cite-bracket">[</span>81<span class="cite-bracket">]</span></a></sup></li>
<li><a href="Ramona_Br%C3%A4u" title="Ramona Bräu">Ramona Bräu</a>: <i>„Arisierung“ in Breslau: Die „Entjudung“ einer deutschen Großstadt und deren Entdeckung im polnischen Erinnerungsdiskurs</i>. VDM, Saarbrücken 2008, ISBN 978-3-8364-5958-7 (<a rel="nofollow" class="external text" href="http://www.db-thueringen.de/servlets/DocumentServlet?id=9469">online in der Digitalen Bibliothek Thüringen</a>).</li>
<li><a href="Axel_Drecoll" title="Axel Drecoll">Axel Drecoll</a>: <i>Der Fiskus als Verfolger. Die steuerliche Diskriminierung der Juden in Bayern 1933–1941/42.</i> Oldenbourg Wissenschaftsverlag, München 2009, ISBN 978-3-486-58865-1 (<a rel="nofollow" class="external text" href="https://link.bsb-muenchen.de/BV035121898">Volltext online verfügbar</a>).</li>
<li>Christian Faludi, <a href="Monika_Gibas" title="Monika Gibas">Monika Gibas</a>: <i>Dokumentation der Beraubung – Das Forschungsprojekt „‚Arisierung‘ in Thüringen“.</i> In: <i>Medaon – Magazin für jüdisches Leben in Forschung und Bildung.</i> Heft 3/2008. <a rel="nofollow" class="external text" href="http://medaon.de/pdf/A_Faludi-Gibas-3-2008.pdf">(PDF; 138&nbsp;kB)</a></li>
<li>Christiane Fritsche: <i>Ausgeplündert, zurückerstattet und entschädigt – Arisierung und Wiedergutmachung in Mannheim.</i> Regionalkultur, Mannheim 2012, ISBN 978-3-89735-772-3.</li>
<li><a href="Monika_Gibas" title="Monika Gibas">Monika Gibas</a> (Hrsg.): <i>„Arisierung“ in Thüringen. Entrechtung, Enteignung und Vernichtung der jüdischen Bürger Thüringens 1933–1945.</i> (= <i>Quellen zur Geschichte Thüringens.</i> 27). 2 Bände. 2. Auflage. <a href="Landeszentrale_f%C3%BCr_politische_Bildung_Th%C3%BCringen" title="Landeszentrale für politische Bildung Thüringen">Landeszentrale für politische Bildung Thüringen</a>, Erfurt 2008, ISBN 978-3-937967-06-6.</li>
<li>Monika Gibas (Hrsg.): <i>„Arisierung“ in Leipzig. Annäherung an ein lange verdrängtes Kapitel der Stadtgeschichte der Jahre 1933 bis 1945.</i> Leipziger Universitätsverlag, Leipzig 2007, ISBN 978-3-86583-142-2.</li>
<li>Wilhelm Hahn: <a rel="nofollow" class="external text" href="https://magazinestacks.fordham.edu/mvst/zshg4.html"><i>Der Kampf schleswig-holsteinischer Städte gegen die Judenemanzipation.</i></a> In: ZSHG 70/71, 1943, S. 308.</li>
<li>Ulrike Haerendel: <i>Kommunale Wohnungspolitik im Dritten Reich. Siedlungsideologie, Kleinhausbau und „Wohnraumarisierung“ am Beispiel Münchens.</i> München 1999. (zugleich Dissertation, Technische Universität München, 1996) (<a rel="nofollow" class="external text" href="https://link.bsb-muenchen.de/BV012498152">Volltext digital verfügbar</a>).</li>
<li>Sven Hamann: <i>Jeder Käufer sucht möglichst günstig zu kaufen. Raub, Rückerstattung und Entschädigung jüdischen Eigentums in Schleswig-Holstein.</i> Wachholtz, Kiel u.&nbsp;a. 2022, ISBN 978-3-529-05071-8.</li>
<li>Matthias Henkel, Eckart Dietzfelbinger (Hrsg.): <i>Entrechtet. Entwürdigt. Beraubt: Die Arisierung in Nürnberg und Fürth.</i> Imhof, Petersberg 2012, ISBN 978-3-86568-871-2. (Begleitbuch zur Ausstellung im <a href="Dokumentationszentrum_Reichsparteitagsgel%C3%A4nde" title="Dokumentationszentrum Reichsparteitagsgelände">Dokumentationszentrum Reichsparteitagsgelände</a>)</li>
<li>David de Jong: <i>Braunes Erbe. Die dunkle Geschichte der reichsten deutschen Unternehmerdynastien. Übersetzt von Michael Schickenberg und Jörn Pinnow.</i> Kiepenheuer &amp;&nbsp;Witsch, Köln 2022, ISBN 978-3-462-05228-2.</li>
<li>Anne Klein, <a href="J%C3%BCrgen_Wilhelm_(Politiker)" title="Jürgen Wilhelm (Politiker)">Jürgen Wilhelm</a>: <i>NS-Unrecht vor Kölner Gerichten nach 1945.</i> Greven Verlag, Köln 2003, ISBN 3-7743-0338-X.</li>
<li>Christoph Kreutzmüller: <i>Ausverkauf. Die Vernichtung der jüdischen Gewerbetätigkeit in Berlin 1930–1945</i>. Metropol, Berlin 2012, ISBN 978-3-86331-080-6.</li>
<li>Jürgen Lillteicher: <i>Rückerstattung jüdischen Vermögens in Westdeutschland nach 1945.</i> <a href="Dissertation" title="Dissertation">Dissertation</a>. 2002 <a rel="nofollow" class="external text" href="http://www.freidok.uni-freiburg.de/volltexte/2183/pdf/Dis_Lillteicher_Rueckerstattung.pdf"><i>Dis Lillteicher Rückerstattung</i></a> (pdf).</li>
<li>Jürgen Lillteicher, Constantin Goschler (Hrsg.): <i>„Arisierung“ und Restitution. Die Rückerstattung jüdischen Eigentums in Deutschland und Österreich nach 1945 und 1989.</i> Wallstein, Göttingen 2002, ISBN 3-89244-495-1.<sup id="cite_ref-82" class="reference"><a href="#cite_note-82"><span class="cite-bracket">[</span>82<span class="cite-bracket">]</span></a></sup></li>
<li>Stephan Linck: <i>Die Nordkirche und ihr Umgang mit der NS-Vergangenheit.</i> Podcast #16 mit Stephan Linck, Kiel, 20. Januar 2022 (<a rel="nofollow" class="external text" href="https://alles-was-wissen-schafft.podigee.io/16-nordkirche-nach45"><i>Alles, was Wissen schafft.</i></a> Podcast der Landesvertretung Schleswig-Holstein, 40:54 Min, verfügbar als MP3-Audio-Datei sowie als Transkript).</li>
<li>Ingo Loose: <i>Kredite für NS-Verbrechen. Die deutschen Kreditinstitute in Polen und die Ausraubung der polnischen und jüdischen Bevölkerung 1939–1945.</i> (=<i>Studien zur Zeitgeschichte</i> 75). Oldenbourg, München 2007, ISBN 978-3-486-58331-1 (<a rel="nofollow" class="external text" href="https://link.bsb-muenchen.de/BV022494851">Volltext digital verfügbar</a>).</li>
<li><a href="Peter_Melichar" title="Peter Melichar">Peter Melichar</a>: <i>Verdrängung und Expansion. Enteignungen und Rückstellung in <a href="Vorarlberg" title="Vorarlberg">Vorarlberg</a>.</i> (= <i>Veröffentlichungen d. Öst. Historikerkommission.</i> 19). Wien/München 2004.</li>
<li>Christian Reder: <i>Deformierte Bürgerlichkeit.</i> Wien 2016, ISBN 978-3-85476-495-3. („Arisierungen“ in Wien)</li>
<li>Walter Riccius, Jacques Russ (1867-1930), Puma-Schuh-Spur, Verlag Dr. Köster 2021 Berlin.</li>
<li>Hubert Schneider: <i>Die Entjudung des Wohnraums – Judenhäuser in Bochum / Die Geschichte der Gebäude und ihrer Bewohner.</i> LIT Verlag, Berlin 2010, ISBN 978-3-643-10828-9.</li>
<li><a href="Tina_Walzer" title="Tina Walzer">Tina Walzer</a>, <a href="Stephan_Templ" title="Stephan Templ">Stephan Templ</a>: <i>Unser Wien. „Arisierung“ auf österreichisch</i>. Aufbau, Berlin 2001, ISBN 3-351-02528-9.</li>
<li>Michael Weise: <i>Kein Platz für Abraham und Mose in Gottes Haus. Die systematische 'Entjudung' der Thüringer Kirchenräume in der NS-Zeit.</i> In: Mitteilungen zur Kirchlichen Zeitgeschichte 16 (2022), S. 11–36 (<a rel="nofollow" class="external text" href="https://mkiz.ub.uni-muenchen.de/mkiz/article/view/266/230">Digitalisat</a>).</li></ul>
<div class="mw-heading mw-heading3"><h3 id="Einzelne_Firmen_oder_Personen">Einzelne Firmen oder Personen</h3></div>
<ul><li><a href="G%C3%B6tz_Aly" title="Götz Aly">Götz Aly</a>, <a href="Michael_Sontheimer" title="Michael Sontheimer">Michael Sontheimer</a>: <i>Fromms. Wie der jüdische Kondomfabrikant Julius F. unter die deutschen Räuber fiel.</i> Fischer, Frankfurt am Main 2007, ISBN 978-3-10-000422-2 (Darstellung der Arisierung anhand der Kondom-Firma <a href="Fromms" title="Fromms">Fromms</a><sup id="cite_ref-83" class="reference"><a href="#cite_note-83"><span class="cite-bracket">[</span>83<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>).</li>
<li>Bastian Blachut: <i>„Arisierung“ als Geschäftsprinzip? Die Monopolisierung des deutschen Entzinnungsmarktes zwischen 1933 und 1939 durch die <a href="Th._Goldschmidt_AG" class="mw-redirect" title="Th. Goldschmidt AG">Th. Goldschmidt AG</a> in Essen.</i> Klartext, Essen 2012, ISBN 978-3-8375-0666-2.</li>
<li><a href="Peter_Melichar" title="Peter Melichar">Peter Melichar</a>: <i>Neuordnung im Bankwesen. Die NS-Maßnahmen und die Problematik der Restitution.</i> (= <i>Veröffentlichungen d. Öst. Historikerkommission.</i> 11). Wien, München 2004.</li>
<li>Ulrike Felber, <a href="Peter_Melichar" title="Peter Melichar">Peter Melichar</a>, Markus Priller, Berthold Unfried, <a href="Fritz_Weber_(Wirtschaftshistoriker)" title="Fritz Weber (Wirtschaftshistoriker)">Fritz Weber</a>: <i>Ökonomie der Arisierung.</i> Teil 2: <i>Wirtschaftssektoren, Branchen, Falldarstellungen. Zwangsverkauf, Liquidierung und Restitution von Unternehmen in Österreich 1938 bis 1960.</i> (= <i>Veröffentlichungen d. Öst. Historikerkommission.</i> 10/2). Wien/München 2004.</li>
<li>Wilhelm Hahn: <a rel="nofollow" class="external text" href="https://magazinestacks.fordham.edu/mvst/zshg4.html"><i>Der Kampf schleswig-holsteinischer Städte gegen die Judenemanzipation.</i></a> In: ZSHG 70/71, 1943, S. 308.</li>
<li><a href="Gregor_Spuhler" title="Gregor Spuhler">Gregor Spuhler</a>, Ursina Jud, Peter Melichar, Daniel Wildmann: <i>Arisierungen in Österreich und ihre Bezüge zur Schweiz. Beitrag zur Forschung.</i> (= <i>Veröffentlichungen der Unabhängigen Expertenkommission Schweiz – Zweiter Weltkrieg.</i> 20). Zürich 2002.</li>
<li>Jens Schnauber: <i>Die Arisierung der Scala und Plaza. Varieté und Dresdner Bank in der NS-Zeit.</i> Weidler, Berlin 2002, ISBN 3-89693-199-7.</li>
<li><a href="Joachim_Scholtyseck" title="Joachim Scholtyseck">Joachim Scholtyseck</a>: <a rel="nofollow" class="external text" href="https://www.theodor-heuss-haus.de/fileadmin/user_upload/pics/Unser_Programm/Heuss-Forum/THK_2017/Heuss-Forum_8-2017_Scholtyseck.pdf"><i>Liberale und „Arisierungen“: Einige Fallbeispiele und ein Ausblick</i></a>. In: <a rel="nofollow" class="external text" href="https://www.theodor-heuss-haus.de/heuss-forum/ueber-das-forum/">Heuss-Forum</a> 8/2017.</li>
<li>Manuel Werner: <i>Cannstatt – Neuffen – New York. Das Schicksal einer jüdischen Familie in Württemberg. Mit den Lebenserinnerungen von Walter Marx.</i> Sindlinger-Burchartz, Nürtingen/Frickenhausen 2005, ISBN 3-928812-38-6. (darin ausführliche Schilderung der „Arisierung“ einer Bandweberei, der Mechanismen, Vorstufen, der beteiligten Personen und Institutionen, der Wirkung auf die jüdischen Inhaber und knappe Darstellung der Rückerstattung)</li></ul>
<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="Weblinks">Weblinks</h2></div>
<div class="sisterproject" style="margin:0.1em 0 0 0;"><div class="noresize noviewer" style="display:inline-block; line-height:10px; min-width:1.6em; text-align:center;" aria-hidden="true" role="presentation"><span class="mw-default-size" typeof="mw:File"><span title="Commons"></span></span></div><b><span class=""><a class="external text" href="https://commons.wikimedia.org/wiki/Category:Aryanization?uselang=de"><span lang="en">Commons</span>: Arisierung</a></span></b>&nbsp;– Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien</div>
<div class="sisterproject" style="margin:0.1em 0 0 0;"><span class="noviewer" style="display:inline-block; line-height:10px; min-width:1.6em; text-align:center;" aria-hidden="true" role="presentation"><span class="mw-default-size" typeof="mw:File"><span title="Wiktionary"></span></span></span><b><a href="https://de.wiktionary.org/wiki/Arisierung" class="extiw external" title="wikt:Arisierung">Wiktionary: Arisierung</a></b>&nbsp;– Bedeutungserklärungen, Wortherkunft, Synonyme, Übersetzungen</div>
<div class="sisterproject" style="margin:0.1em 0 0 0;"><span class="noviewer" style="display:inline-block; line-height:10px; min-width:1.6em; text-align:center;" aria-hidden="true" role="presentation"><span class="mw-default-size" typeof="mw:File"><span title="Wiktionary"></span></span></span><b><a href="https://de.wiktionary.org/wiki/arisieren" class="extiw external" title="wikt:arisieren">Wiktionary: arisieren</a></b>&nbsp;– Bedeutungserklärungen, Wortherkunft, Synonyme, Übersetzungen</div>
<ul><li><a rel="nofollow" class="external text" href="https://docupedia.de/zg/Kreutzmueller_vernichtung_der_juedischen_Gewerbetaetigkeit_v2_de_2020">Christoph Kreutzmüller: <i>Vernichtung der jüdischen Gewerbetätigkeit im Nationalsozialismus. Abläufe, Blickwinkel und Begrifflichkeiten.</i></a> Version: 2.0, in: <a href="Docupedia-Zeitgeschichte" title="Docupedia-Zeitgeschichte">Docupedia-Zeitgeschichte</a>, 12. November 2020</li>
<li><a rel="nofollow" class="external text" href="http://www.freidok.uni-freiburg.de/volltexte/2183/pdf/Dis_Lillteicher_Rueckerstattung.pdf">Jürgen Lillteicher: Die Rückerstattung jüdischen Eigentums in Westdeutschland nach dem Zweiten Weltkrieg (Diss. 2002)</a> (pdf; 3,18 MB)</li></ul>
<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="Einzelnachweise">Einzelnachweise</h2></div>
<ol class="references">
<li id="cite_note-1"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-1">↑</a></span> <span class="reference-text">Bernhard Koch: Die Holzhandlung Gebrüder Freundlich, in <i>Ins Licht gerückt. Jüdische Lebenswege im Münchner Westen</i>. Unveränderte Neuauflage, Herbert Utz Verlag, München 2014, ISBN 978-3-8316-8023-8, S. 91.</span>
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<li id="cite_note-2"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-2">↑</a></span> <span class="reference-text">Julia Smilga: <a rel="nofollow" class="external text" href="https://www.swr.de/swr2/wissen/geraubte-ideen-wie-die-nazis-juedische-buecher-arisierten-100.html"><i>Geraubte Ideen - Wie die Nazis jüdische Bücher arisierten</i></a> auf swr2.de vom 5. November 2021.</span>
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<li id="cite_note-Kuller_München-3"><span class="mw-cite-backlink">↑ <sup><a href="#cite_ref-Kuller_München_3-0">a</a></sup> <sup><a href="#cite_ref-Kuller_München_3-1">b</a></sup></span> <span class="reference-text">Christiane Kuller: <i>Finanzverwaltung und "Arisierung" in München.</i> In: Angelika Baumann, Andreas Heusler (Hrsg.): <i>München "arisiert": Entrechtung und Enteignung der Juden in der NS-Zeit.</i> C. H. Beck, 2004, ISBN 3-406-51756-0, S. 176.</span>
</li>
<li id="cite_note-Lillteicher-4"><span class="mw-cite-backlink">↑ <sup><a href="#cite_ref-Lillteicher_4-0">a</a></sup> <sup><a href="#cite_ref-Lillteicher_4-1">b</a></sup></span> <span class="reference-text">Jürgen Lillteicher, Constantin Goschler: <i>Arisierung und Restitution. Die Rückerstattung jüdischen Eigentums in Deutschland und Österreich nach 1945 und 1989.</i> Wallstein, Göttingen 2002, ISBN 3-89244-495-1.</span>
</li>
<li id="cite_note-Laak-5"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-Laak_5-0">↑</a></span> <span class="reference-text"><a href="Dirk_van_Laak" title="Dirk van Laak">Dirk van Laak</a>: <style data-mw-deduplicate="TemplateStyles:r261891140">
/* start https://de.wikipedia.org/ */


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/* end https://de.wikipedia.org/ */
</style><a rel="nofollow" class="external text" href="https://web.archive.org/web/20160122115026/http://www.geschichtskultur-ruhr.de/links/dvlaak.pdf"><i>Arisierung und Judenpolitik im ‚Dritten Reich’. Zur wirtschaftlichen Ausschaltung der jüdischen Bevölkerung in der rheinisch-westfälischen Industrieregion</i></a> (<span class="webarchiv-memento"><a href="Webarchivierung#Begrifflichkeiten" title="Webarchivierung">Memento</a></span> vom 22. Januar 2016 im <i><a href="Internet_Archive" title="Internet Archive">Internet Archive</a></i>) pdf, Essen 1988 (aktualisiert 2003), abgerufen am 8. März 2015.</span>
</li>
<li id="cite_note-6"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-6">↑</a></span> <span class="reference-text"><a href="Wolf-Arno_Kropat" title="Wolf-Arno Kropat">Wolf-Arno Kropat</a>: <i>Reichskristallnacht</i></span>
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<li id="cite_note-7"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-7">↑</a></span> <span class="reference-text">Melanie Wagner: <i>Warenhausjude, Wäschejude, Autojude. Der Stürmer und die Arisierung.</i> In: Matthias Henkel, Eckart Dietzfelbinger (Hrsg.): <i>Entrechtet. Entwürdigt. Beraubt: Die Arisierung in Nürnberg und Fürth.</i> Imhof, Petersberg 2012, ISBN 978-3-86568-871-2, S. 17ff.</span>
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<li id="cite_note-8"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-8">↑</a></span> <span class="reference-text">Maren Janetzko: <i>Arisierung in Nürnberg. Ein Überblick.</i> In: Matthias Henkel, Eckart Dietzfelbinger (Hrsg.): <i>Entrechtet. Entwürdigt. Beraubt: Die Arisierung in Nürnberg und Fürth.</i> Imhof, Petersberg 2012, ISBN 978-3-86568-871-2, S. 41ff.</span>
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<li id="cite_note-9"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-9">↑</a></span> <span class="reference-text">Cordula Lissner: <i>In der Justiz lebe ich wie im Exil.</i> In: Anne Klein und Jürgen Wilhelm: <i>NS-Unrecht vor Kölner Gerichten nach 1945.</i> Greven Verlag, Köln 2003, ISBN 3-7743-0338-X.</span>
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<li id="cite_note-10"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-10">↑</a></span> <span class="reference-text">Karina Urbach: <a rel="nofollow" class="external text" href="https://www.zeit.de/2020/52/nationalsozialismus-juedisches-geistiges-eigentum-enteignung-arisierung"><i>Geraubte Bücher.</i></a> Die Zeit, erschienen am 10. Dezember 2020, abgerufen am 22. Januar 2022.</span>
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<li id="cite_note-Hilberg-11"><span class="mw-cite-backlink">↑ <sup><a href="#cite_ref-Hilberg_11-0">a</a></sup> <sup><a href="#cite_ref-Hilberg_11-1">b</a></sup></span> <span class="reference-text">Raul Hilberg: <i>Die Vernichtung der europäischen Juden.</i> Fischer Taschenbuch, 1990, ISBN 3-596-24417-X.</span>
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<li id="cite_note-Kuller-12"><span class="mw-cite-backlink">↑ <sup><a href="#cite_ref-Kuller_12-0">a</a></sup> <sup><a href="#cite_ref-Kuller_12-1">b</a></sup></span> <span class="reference-text">Christiane Kuller: <i>Bürokratie und Verbrechen: Antisemitische Finanzpolitik und Verwaltungspraxis im nationalsozialistischen Deutschland.</i> Oldenbourg Verlag, 2013, ISBN 978-3-486-71659-7.</span>
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<li id="cite_note-13"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-13">↑</a></span> <span class="reference-text">Claims Conference: <a rel="nofollow" class="external text" href="https://archive.today/20150402/http://www.claimscon.de/ueber-uns/nachfolgeorganisation/diskriminierung-arisierung-und-vernichtung.html"><i>Diskriminierung Arisierung und Vernichtung.</i></a> (<span class="webarchiv-memento"><a href="Webarchivierung#Begrifflichkeiten" title="Webarchivierung">Memento</a></span> vom 2. April 2015 im Webarchiv <i><a href="Archive.today" title="Archive.today">archive.today</a></i>) auf der Homepage der Claimsconference, abgerufen am 15. Dezember 2015.</span>
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<li id="cite_note-Kwiet-14"><span class="mw-cite-backlink">↑ <sup><a href="#cite_ref-Kwiet_14-0">a</a></sup> <sup><a href="#cite_ref-Kwiet_14-1">b</a></sup></span> <span class="reference-text"><a href="Konrad_Kwiet" title="Konrad Kwiet">Konrad Kwiet</a>: <i>Nach dem Pogrom. Stufen der Ausgrenzung.</i> In: <a href="Wolfgang_Benz" title="Wolfgang Benz">Wolfgang Benz</a>: <i>Die Juden in Deutschland 1933–1945.</i> Beck, München 1988, ISBN 3-406-33324-9, S.&nbsp;547.</span>
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<li id="cite_note-18"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-18">↑</a></span> <span class="reference-text">Wolf-Arno Kropat: <i>Reichskristallnacht.</i> S. 147 ff.</span>
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<li id="cite_note-19"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-19">↑</a></span> <span class="reference-text">Thomas Ramge: <i>Die Flicks.</i> S. 110. <a rel="nofollow" class="external text" href="https://books.google.ch/books?id=RyJHfPrv7WsC&amp;pg=PA109&amp;lpg=PA109&amp;dq=Hugo+Dietrich+Flick&amp;source=bl&amp;ots=Fv6ePo8XGd&amp;sig=QKad9_1UsQsS-f34Im4uXw1LBfA&amp;hl=de&amp;sa=X&amp;ved=0ahUKEwiV3sHw_e7ZAhWBUhQKHXnOCpoQ6AEIWTAL#v=onepage&amp;q=Hugo%20Dietrich%20Flick&amp;f=false">Online-Teilansicht</a></span>
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<li id="cite_note-20"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-20">↑</a></span> <span class="reference-text">Michael Schmitt: <a rel="nofollow" class="external text" href="https://ub-deposit.fernuni-hagen.de/servlets/MCRFileNodeServlet/mir_derivate_00000999/HJB_Schmitt_Reichsfinanzhof_steuerliche_Angelegenheiten_Juden_2017_.pdf"><i>Der Reichsfinanzhof und seine Rechtsprechung in steuerlichen Angelegenheiten jüdischer Bürger 1933 – 1945.</i></a> Münsterscher Verlag für Wissenschaft 2017, S. 36, 115 ff.</span>
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<li id="cite_note-21"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-21">↑</a></span> <span class="reference-text">Daniela Zunzer: <a rel="nofollow" class="external text" href="https://gh.copernicus.org/articles/55/1/2000/gh-55-1-2000.pdf"><i>Die „Arisierung“ von jüdischem Grundeigentum während des Nationalsozialismus: ein Fallbeispiel aus Berlin - Prenzlauer Berg.</i></a> <a href="Geographica_Helvetica" title="Geographica Helvetica">Geographica Helvetica</a> 2000, S. 5.</span>
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<li id="cite_note-22"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-22">↑</a></span> <span class="reference-text"><a href="Andrea_L%C3%B6w" title="Andrea Löw">Andrea Löw</a> (Bearb.): <i>Die Verfolgung und Ermordung der europäischen Juden durch das nationalsozialistische Deutschland 1933–1945.</i> Band 3: <i>Deutsches Reich und Protektorat Böhmen und Mähren, September 1939-September 1941.</i> München 2012, ISBN 978-3-486-58524-7, S. 456/457 mit Anm. 2.</span>
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<li id="cite_note-23"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-23">↑</a></span> <span class="reference-text">Johannes Leicht: <a rel="nofollow" class="external text" href="https://www.dhm.de/lemo/kapitel/ns-regime/industrie-und-wirtschaft/arisierung.html"><i>Die "Arisierung" im NS-Regime.</i></a> Deutsches Historisches Museum, 9. Oktober 2005, abgerufen am 16. Juli 2015.</span>
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<li id="cite_note-25"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-25">↑</a></span> <span class="reference-text"><a rel="nofollow" class="external text" href="http://www.wien.gv.at/vtx/rk?SEITE=020080521012">Stadt Wien</a><span style="display:none"><a rel="nofollow" class="external text" href="http://IABotdeadurl.invalid/http://www.wien.gv.at/vtx/rk?SEITE=020080521012">@1</a></span><span style="display:none"><a rel="nofollow" class="external text" href="http://www.wien.gv.at/vtx/rk?SEITE=020080521012">@2</a></span><span style="display:none">Vorlage:Toter Link/www.wien.gv.at</span> <small>(Seite nicht mehr abrufbar, festgestellt im Juli 2024. <a rel="nofollow" class="external text" href="http://timetravel.mementoweb.org/list/2010/http://www.wien.gv.at/vtx/rk?SEITE=020080521012">Suche in Webarchiven</a>)</small>&nbsp;<small class="archiv-bot"><span class="wp_boppel noviewer" aria-hidden="true" role="presentation"><span typeof="mw:File"><span title="i"></span></span></span>&nbsp;<b>Info:</b> Der Link wurde automatisch als defekt markiert. Bitte prüfe den Link gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.</small> Einladung zum Lokalaugenschein im Palais Hohenfels in <a href="Hietzing" title="Hietzing">Hietzing</a>, 70 Jahre danach, RK 21. Mai 2008.</span>
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<li id="cite_note-26"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-26">↑</a></span> <span class="reference-text"><a rel="nofollow" class="external text" href="https://web.archive.org/web/20090809033038/http://www.geraubte-nachbarschaft.at/">Geraubte Nachbarschaft</a> (<span class="webarchiv-memento"><a href="Webarchivierung#Begrifflichkeiten" title="Webarchivierung">Memento</a></span> vom 9. August 2009 im <i><a href="Internet_Archive" title="Internet Archive">Internet Archive</a></i>) Versteigerungsliste des Dorotheums Wien, 1938, des Hausrates der Villa von Bernhard und Nelly Altmann. Projekt: <a href="VHS_Hietzing" class="mw-redirect" title="VHS Hietzing">VHS Hietzing</a>, 2008.</span>
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<li id="cite_note-28"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-28">↑</a></span> <span class="reference-text">Harold James: <i>Die Deutsche Bank und die "Arisierung".</i> Historikerkommission zur Erforschung der Geschichte der Deutschen Bank in der NS-Zeit <a href="Avraham_Barkai" title="Avraham Barkai">Avraham Barkai</a>, <a href="Gerald_D._Feldman" title="Gerald D. Feldman">Gerald D. Feldman</a>, <a href="Lothar_Gall" title="Lothar Gall">Lothar Gall</a>, <a href="Jonathan_Steinberg" title="Jonathan Steinberg">Jonathan Steinberg</a>, <a href="Harold_James_(Historiker)" title="Harold James (Historiker)">Harold James</a>. Beck, München 2001, ISBN 3-406-47192-7, S. 154. Bereits ab 1989 forschte die erste Historikerkommission mit <a href="Thomas_Nipperdey" title="Thomas Nipperdey">Thomas Nipperdey</a>, Lothar Gall, Gerald D. Feldman, Harold James, <a href="Carl-Ludwig_Holtfrerich" title="Carl-Ludwig Holtfrerich">Carl-Ludwig Holtfrerich</a> und <a href="Hans_E._B%C3%BCschgen" class="mw-redirect" title="Hans E. Büschgen">Hans E. Büschgen</a> im Auftrag der Deutschen Bank, später ergänzt durch die "Goldbücher" der Reichsbank, die 1997 im Nationalarchiv der USA entdeckt und aufgearbeitet wurden.</span>
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<li id="cite_note-29"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-29">↑</a></span> <span class="reference-text">Simone Ladwig-Winters: Wertheim – ein Warenhausunternehmen und seine Eigentümer. Ein Beispiel der Entwicklung der Berliner Warenhäuser bis zur „Arisierung“. Lit-Verlag, Münster 1997, ISBN 3-8258-3062-4, S. 181.</span>
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<li id="cite_note-31"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-31">↑</a></span> <span class="reference-text">Joachim Scholtyseck: <i>Der Aufstieg der Quandts: Eine deutsche Unternehmerdynastie.</i> C. H. Beck 2011, ISBN 978-3-406-62252-6.</span>
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<li id="cite_note-39"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-39">↑</a></span> <span class="reference-text">Raul Hilberg: <i>Die Vernichtung der europäischen Juden.</i> Band 1, Fischer Verlag, 1982, ISBN 3-596-24417-X, S. 106ff.</span>
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<li id="cite_note-40"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-40">↑</a></span> <span class="reference-text">Susanne Heim: <i>Deutsches Reich 1938 – August 1939.</i> Oldenbourg Verlag, 2009, ISBN 978-3-486-70872-1, S. 667.</span>
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<li id="cite_note-41"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-41">↑</a></span> <span class="reference-text">Raul Hilberg: <i>Die Vernichtung der europäischen Juden.</i> Band 1, Fischer Verlag, 1982, ISBN 3-596-24417-X, S. 144ff.</span>
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<li id="cite_note-43"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-43">↑</a></span> <span class="reference-text"><a href="J%C3%BCrgen_Lillteicher" title="Jürgen Lillteicher">Jürgen Lillteicher</a>: <i>Raub, Recht und Restitution – Die Rückerstattung jüdischen Eigentums in der frühen Bundesrepublik.</i> 2. Auflage. Wallstein-Verlag, Göttingen 2007, ISBN 978-3-8353-0134-4, S. 85 ff.</span>
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<li id="cite_note-44"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-44">↑</a></span> <span class="reference-text"><i>Gesetz zur Regelung offener Vermögensfragen</i> vom 31. August 1990 im <a href="Gesetzblatt_der_Deutschen_Demokratischen_Republik" title="Gesetzblatt der Deutschen Demokratischen Republik">Gesetzblatt der Deutschen Demokratischen Republik</a> 1990 Teil I Nr. 64 vom 28. September 1990, S. 1899ff., <a rel="nofollow" class="external text" href="https://ddrgbl.mkrst.net/data/DDR-GBl%201990%20I.pdf">Digitalisat</a>.</span>
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<li id="cite_note-45"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-45">↑</a></span> <span class="reference-text"><a rel="nofollow" class="external text" href="http://www.bverwg.de/entscheidungen/entscheidung.php?ent=091204U7C2.04.0">BVerwG, Urteil vom 9.&nbsp;Dezember 2004 – 7 C 2.04</a></span>
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<li id="cite_note-46"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-46">↑</a></span> <span class="reference-text">Jacob Halvas Bjerre: <a rel="nofollow" class="external text" href="https://web.archive.org/web/20161210120204/https://www.jacobhalvasbjerre.com/en/2016/03/31/german-aryanization-attempts-in-denmark-1938-1943/"><i>German Aryanization attempts in Denmark?</i></a> (<span class="webarchiv-memento"><a href="Webarchivierung#Begrifflichkeiten" title="Webarchivierung">Memento</a></span> vom 10. Dezember 2016 im <i><a href="Internet_Archive" title="Internet Archive">Internet Archive</a></i>) abgerufen am 9. Dezember 2016.</span>
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<li id="cite_note-47"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-47">↑</a></span> <span class="reference-text"><a href="Bo_Lidegaard" title="Bo Lidegaard">Bo Lidegaard</a>: <i>Die Ausnahme. Oktober 1943: Wie die dänischen Juden mithilfe ihrer Mitbürger ihrer Vernichtung entkamen</i>. Karl Blessing Verlag, 2013, ISBN 978-3-89667-510-1, S. 277.</span>
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<li id="cite_note-59"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-59">↑</a></span> <span class="reference-text">Alexander Korb: <cite style="font-style:italic">Im Schatten des Weltkriegs&nbsp;: Massengewalt der Ustaša gegen Serben, Juden und Roma in Kroatien 1941–1945</cite>. 2. Auflage. Hamburger Edition, Hamburg 2013, ISBN 978-3-86854-259-2, <span style="white-space:nowrap">S.<span style="display:inline-block;width:.2em">&nbsp;</span>241<span style="display:inline-block;width:.2em">&nbsp;</span>f</span>.<span class="Z3988" title="ctx_ver=Z39.88-2004&amp;rft_val_fmt=info%3Aofi%2Ffmt%3Akev%3Amtx%3Abook&amp;rfr_id=info:sid/de.wikipedia.org:Arisierung&amp;rft.au=Alexander+Korb&amp;rft.btitle=Im+Schatten+des+Weltkriegs+%3A+Massengewalt+der+Usta%C5%A1a+gegen+Serben%2C+Juden+und+Roma+in+Kroatien+1941-1945&amp;rft.date=2013&amp;rft.edition=2&amp;rft.genre=book&amp;rft.isbn=9783868542592&amp;rft.pages=241+f&amp;rft.place=Hamburg&amp;rft.pub=Hamburger+Edition" style="display:none">&nbsp;</span></span>
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<li id="cite_note-60"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-60">↑</a></span> <span class="reference-text">Dokument VEJ 5/200 in: Katja Happe, Michael Mayer, Maja Peers (Bearb.): <i>Die Verfolgung und Ermordung der europäischen Juden durch das nationalsozialistische Deutschland 1933–1945</i> (Quellensammlung) Band 5: <i>West- und Nordeuropa 1940-Juni 1942.</i> München 2012, ISBN 978-3-486-58682-4, S. 530–533.</span>
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<li id="cite_note-61"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-61">↑</a></span> <span class="reference-text">Dokument VEJ 5/210 in: Katja Happe, Michael Mayer, Maja Peers (Bearb.): <i>Die Verfolgung und Ermordung der europäischen Juden...</i> (Quellensammlung) Band 5: <i>West- und Nordeuropa 1940-Juni 1942.</i> München 2012, ISBN 978-3-486-58682-4, S. 548–549.</span>
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<li id="cite_note-62"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-62">↑</a></span> <span class="reference-text">Raul Hilberg: <i>Die Vernichtung der europäischen Juden.</i> S. 630.</span>
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<li id="cite_note-63"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-63">↑</a></span> <span class="reference-text"><a href="Mathias_Middelberg" title="Mathias Middelberg">Mathias Middelberg</a>: <i>Judenrecht, Judenpolitik und der Jurist Hans Calmeyer in den besetzten Niederlanden 1940–1945.</i> V&amp;R Unipress, Göttingen 2005, ISBN 3-89971-123-8, S. 163 ff.</span>
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<li id="cite_note-64"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-64">↑</a></span> <span class="reference-text">Oskar Mendelsohn: <i>The Persecution of the Norwegian Jews in WW II.</i> Norges Hjemmefrontmuseum, ISBN 82-91107-00-9, S. 15 f.</span>
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<li id="cite_note-65"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-65">↑</a></span> <span class="reference-text">Spottvers über Karl Rasche nach Beginn des <a href="Zweiter_Weltkrieg" title="Zweiter Weltkrieg">Zweiten Weltkrieges</a>. Zitiert bei: Harold James, Avraham Barkai, Karl Heinz Siber: <i>Die Deutsche Bank und die „Arisierung“.</i> Beck 2001, S. 154.</span>
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<li id="cite_note-66"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-66">↑</a></span> <span class="reference-text">Dokument <a href="Die_Verfolgung_und_Ermordung_der_europ%C3%A4ischen_Juden_durch_das_nationalsozialistische_Deutschland_1933%E2%80%931945" title="Die Verfolgung und Ermordung der europäischen Juden durch das nationalsozialistische Deutschland 1933–1945">VEJ</a> 4/44 in: Klaus-Peter Friedrich (Bearb.): <i>Die Verfolgung und Ermordung der europäischen Juden durch das nationalsozialistische Deutschland 1933–1945</i> (Quellensammlung) Band 4: <i>Polen – September 1939–Juli 1941.</i> München 2011, ISBN 978-3-486-58525-4, S. 151–152.</span>
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<li id="cite_note-67"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-67">↑</a></span> <span class="reference-text">Ingo Loose: <i>Das Reichswirtschaftsministerium und die Judenverfolgung.</i> In: <i>Wirtschaftspolitik in Deutschland 1917–1990.</i> de Gruyter, 2016, ISBN 978-3-11-046281-4, S. 464 ff.</span>
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<li id="cite_note-68"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-68">↑</a></span> <span class="reference-text">Ingo Loose: <i>Kredite für NS-Verbrechen.</i> Oldenbourg, 2007, ISBN 978-3-486-58331-1, S. 16 f.</span>
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<li id="cite_note-69"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-69">↑</a></span> <span class="reference-text">David Cesarani, Paul A. Levine: <i>Bystanders to the Holocaust: A Re-evaluation.</i> Routledge, 2014, ISBN 978-1-317-79175-1, S. 185 ff.</span>
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<li id="cite_note-70"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-70">↑</a></span> <span class="reference-text">Walter Manoschek: <i>"Serbien ist judenfrei": Militärische Besatzungspolitik und Judenvernichtung in Serbien 1941/42.</i> de Gruyter, 1995, ISBN 3-486-56137-5, S. 38 ff.</span>
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<li id="cite_note-71"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-71">↑</a></span> <span class="reference-text">Hilberg: <i>Die Vernichtung der europäischen Juden.</i> S. 727 ff.</span>
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<li id="cite_note-72"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-72">↑</a></span> <span class="reference-text">Harold James: <i>Die Deutsche Bank und die "Arisierung".</i> Historikerkommission zur Erforschung der Geschichte der Deutschen Bank in der NS-Zeit <a href="Avraham_Barkai" title="Avraham Barkai">Avraham Barkai</a>, <a href="Gerald_D._Feldman" title="Gerald D. Feldman">Gerald D. Feldman</a>, <a href="Lothar_Gall" title="Lothar Gall">Lothar Gall</a>, <a href="Jonathan_Steinberg" title="Jonathan Steinberg">Jonathan Steinberg</a>, <a href="Harold_James_(Historiker)" title="Harold James (Historiker)">Harold James</a>. Beck, München 2001, ISBN 3-406-47192-7, S. 154. Bereits ab 1989 forschte die erste Historikerkommission mit <a href="Thomas_Nipperdey" title="Thomas Nipperdey">Thomas Nipperdey</a>, Lothar Gall, Gerald D. Feldman, Harold James, <a href="Carl-Ludwig_Holtfrerich" title="Carl-Ludwig Holtfrerich">Carl-Ludwig Holtfrerich</a> und <a href="Hans_E._B%C3%BCschgen" class="mw-redirect" title="Hans E. Büschgen">Hans E. Büschgen</a> im Auftrag der Deutschen Bank, später ergänzt durch die "Goldbücher" der Reichsbank, die 1997 im Nationalarchiv der USA entdeckt und aufgearbeitet wurden.</span>
</li>
<li id="cite_note-73"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-73">↑</a></span> <span class="reference-text">Česká banka Union.</span>
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<li id="cite_note-74"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-74">↑</a></span> <span class="reference-text">Harold James: <i>Die Deutsche Bank und die "Arisierung".</i> Aus dem Englischen übersetzt von Karl Heinz Siber.</span>
</li>
<li id="cite_note-75"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-75">↑</a></span> <span class="reference-text">Harold James: <i>Die Deutsche Bank und die Arisierung.</i> 2001, S. 153.</span>
</li>
<li id="cite_note-76"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-76">↑</a></span> <span class="reference-text">Die Bank wurde 1863 in Prag als <i>Böhmische Escompte-Bank</i> gegründet, ab 1920 Umbenennung in <i>Böhmische Escompte-Bank und Credit-Anstalt</i>, ab 1938 wieder <i>Böhmische Escompte-Bank</i>.</span>
</li>
<li id="cite_note-77"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-77">↑</a></span> <span class="reference-text">Klaus-Dietmar Henke (Hrsg.): <i>Die Dresdner Bank im Dritten Reich.</i> Band 1, S. 607. Biografischer Anhang</span>
</li>
<li id="cite_note-78"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-78">↑</a></span> <span class="reference-text">Im Bundesarchiv, Berlin-Lichterfelde sind Unterlagen über Arisierungen einzelner Unternehmen im Protektorat, zur Geschäftsübernahme der sudetendeutschen Filialen durch die Dresdner Bank sowie zur Gewährung von Krediten an das Hauptamt Verwaltung und Wirtschaft des <a href="Reichsf%C3%BChrer_SS" title="Reichsführer SS">Reichsführer SS</a> <a href="Heinrich_Himmler" title="Heinrich Himmler">Heinrich Himmler</a> vorhanden. <a rel="nofollow" class="external text" href="https://portal.ehri-project.eu/units/de-002429-r_30_anh">Bundesarchiv Berlin-Lichterfelde</a>, abgerufen am 25. November 2021.</span>
</li>
<li id="cite_note-79"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-79">↑</a></span> <span class="reference-text">Beschreibung des Films auf Filmportal.de <a rel="nofollow" class="external text" href="http://www.filmportal.de/film/menschliches-versagen_9d02aad7ed5a4c7b9d966cc6bf67c37a">filmportal.de</a></span>
</li>
<li id="cite_note-80"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-80">↑</a></span> <span class="reference-text"><a rel="nofollow" class="external text" href="https://web.archive.org/web/20150217171911/http://www.arthaus.de/menschliches_versagen"><i>Menschliches Versagen</i></a> (<span class="webarchiv-memento"><a href="Webarchivierung#Begrifflichkeiten" title="Webarchivierung">Memento</a></span> vom 17. Februar 2015 im <i><a href="Internet_Archive" title="Internet Archive">Internet Archive</a></i>) bei Arthaus</span>
</li>
<li id="cite_note-81"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-81">↑</a></span> <span class="reference-text"><cite style="font-style:italic"><i>„Bereichert Euch!“</i></cite> In: <cite style="font-style:italic"><a href="Tagesspiegel" title="Tagesspiegel">Tagesspiegel</a></cite>. 29.&nbsp;August 2007 (<a rel="nofollow" class="external text" href="https://www.tagesspiegel.de/gesellschaft/geschichte/bereichert-euch-1539556.html">Online</a>).<span class="Z3988" title="ctx_ver=Z39.88-2004&amp;rft_val_fmt=info%3Aofi%2Ffmt%3Akev%3Amtx%3Abook&amp;rfr_id=info:sid/de.wikipedia.org:Arisierung&amp;rft.atitle=%E2%80%9EBereichert+Euch%21%E2%80%9C&amp;rft.btitle=Tagesspiegel&amp;rft.date=2007-08-29&amp;rft.genre=book" style="display:none">&nbsp;</span>, Rezension von Konstantin Sakkas.</span>
</li>
<li id="cite_note-82"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-82">↑</a></span> <span class="reference-text"><a rel="nofollow" class="external text" href="http://hsozkult.geschichte.hu-berlin.de/rezensionen/ZG-2002-120">Rezension</a></span>
</li>
<li id="cite_note-83"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-83">↑</a></span> <span class="reference-text"><a rel="nofollow" class="external text" href="https://www.fr.de/kultur/literatur/grosse-kondom-klau-11612676.html"><i>Der große Kondom-Klau</i></a>. Rezension von Oliver Pfohlmann. In: <i><a href="Frankfurter_Rundschau" title="Frankfurter Rundschau">Frankfurter Rundschau</a>.</i> 23. Februar 2007.</span>
</li>
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Normdaten&nbsp;(Sachbegriff): <a href="Gemeinsame_Normdatei" title="Gemeinsame Normdatei">GND</a>: <span class="-print"><a rel="nofollow" class="external text" href="https://d-nb.info/gnd/4219952-9">4219952-9</a></span> </div>
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